Crouffins

Freitag, 27. Mai 2016 - 12:31

Rezept für Magic Cake

Diesen magischen Kuchen wirst du lieben! Aus nur einem Teig werden wie von zauberhand mehrere Schichten. Wir haben das Rezept mit Gelinggarantie und alle wichtigen Tipps. 

Magic Cake mit Blaubeeren Rezept für Magic Cake © intophoto

Tja, wer hat sich nicht schon immer mal gewünscht, besonders als Kind, wie Bibi Blocksberg oder die „Bezaubernde Jeannie“ aus der Kult US-Serie zaubern zu können.

Ich habe hier immer Major Tony Nelson, alias Larry Hagman, um seine bezaubernde Jeannie beneidet. Ich dachte, was wäre, wenn ich diese magischen Kräfte hätte – ein bisschen mit den Augen blinzeln, dabei die Arme verschränken und Pling, ein ersehnter Wunsch geht in Erfüllung, perfekt!

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Was am Magic Cake magisch?

Und nun hört man von einer Kuchen-Zauberei, wo aus einem Teig, wohl recht flüssig, sich während des Backens drei Schichten bilden: eine etwas festere puddingartige Schicht, darüber eine hellere weiche Creme und ganz oben eine Kuchenschicht - eine Art Biskuitboden. Ja, ihr habt richtig gelesen, der Boden ist oben, noch mehr magic! Irgendwie genial, füllen mit Pudding und feinen Cremes entfällt. Klingt echt easy!

Das muss ich ausprobieren! Auf einigen englischsprachigen Blogs kursieren die Rezepte schon seit längerer Zeit, jetzt findet man auch bei uns schon Bücher über diesen Zaubercake.

Irgendwie ist der Grundteig überall ähnlich, mal wird zwar Puderzucker anstelle von feinstem Zucker genommen, mal wird die Butter gleich in der Milch geschmolzen und beides ist lauwarm, mal ist die Milch nicht erwärmt... Die Mehlmenge variiert am stärksten: von 60  - 115 g!

Magic Cake: wie entstehen die Schichten?

Ich war erst etwas skeptisch. Was macht wohl die optimale Schichtung aus, man soll es ja super sehen und schmecken können, eben jede Schicht für sich. Habe auch schon Fotos gesehen, wo es eher zwei Schichten sind, die weiche Cremeschicht nicht so gut zu erkennen ist.

Da heißt es einfach ausprobieren. Ich entscheide mich für mehr Mehl und feinsten Zucker, nehme auch noch 1 EL Wasser dazu, was ich auch in einigen Rezepten gesehen habe.

Wichtig ist, dass die Eier Zimmertemperatur haben - also rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen! Außerdem müssen sie sorgfältig getrennt werden. Im Eiweiß darf kein Tröpfchen Eigelb sein, dann wird es nicht so super steif und die Flöckchen verlieren ihre Magic-Kraft! Und... das geschlagene Eiweiß darf man nur mit einem Teigschaber unterheben, nicht zu perfekt, es sollten noch kleine Flöckchen erkennbar sein.

Da der Teig recht flüssig ist, muss die Form „auslaufsicher“ sein. Entweder, man nimmt eine quadratische Auflaufform mit etwas höherem Rand oder eine geschlossene Springform - am besten mit „Silikondichtung“, sogenannte Pushpans (z. B. von Lakeland, 20cm). Bei den anderen Springformen läuft er vielleicht heraus. Teig hineingießen, fertig. Für eine fruchtige Variante, z. B. mit Beeren, erst die Hälfte des Teiges in die Form geben, dann die Beeren draufstreuen und den Rest daraufgießen. Und wenn ihr Schokogeschmack wollt, einfach vorher zum Mehl noch 40 g Kakaopulver (Backkakao, keinen Instantkakao!) geben und alles sieben.

Ab in den Ofen, äh, halt, ich habe die Form mit dem Teig ja ca. 5 Minuten stehen lassen, damit er sich etwas setzt. Dann erst in den Ofen geschoben, bei nicht zu starker Hitze: 150-155 Grad und zwar Ober- und Unterhitze. Umluft kann ich nicht empfehlen!

Gut Ding will Weile haben!

Immer mal durch die Glasscheibe des Ofens geschaut. Bloß nicht die Tür öffnen, er ist auch noch eine Mimose. Erschrickt sich und alles ist umsonst. Ja und ist er erst einmal aus dem Ofen, muss er in der Form auf einem Kuchengitter richtig gut auskühlen. Dann weiß man immer noch nicht, ob es geklappt hat. Nicht ungeduldig werden, erstmal über Nacht im Kühlschrank „schlafen“ lassen. Man ist schon immer so gespannt, ob die Schichtung geklappt hat oder nicht, aber es nützt nichts.

Endlich ist es soweit, raus aus der Form und anschneiden! Aber, bevor ihr ein Stück in die Hand nehmt, erst mit den Augen leicht zwinkern, dabei gleichzeitig die Arme verschränken und leicht mit dem Kopf nicken, am besten mit einer Wunderkerze. Augen auf und yeah...Beim Reinbeißen sind die Augen dann schon wieder geschlossen, es folgt ein Aufschrei, dann ein mmmh! Köstlich, ein bisschen wie Vanillepudding, darauf weiche Crème brûlée oder Crema catalana (ohne Zuckercrunch) unter feiner Biskuitdecke, irgendwie spooky....

Zutaten für Magic Cake (8-9 Stücke):

  • 120 g Butter
  • 1 Vanilleschote
  • 500 ml Milch
  • 4 Eier (Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g feinster Zucker
  • 1 EL Wasser
  • 1 TL Vanilleextrakt (flüssig, Fläschchen)
  • 110 g Mehl
  • 100 g Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren)
  • 1 EL Puderzucker

Zubereitung:

  1. Butter schmelzen und abkühlen lassen.
  2. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Milch mit Mark und –schote erwärmen, nicht aufkochen!
  3. Eier trennen. Erst das Eiweiß steif schlagen, dabei 1 Prise Salz zugeben. Schüssel, Rührbesen müssen absolut sauber und fettfrei sein. Sonst wird das Eiweiß nicht richtig steif. Am besten geht es in einer Küchenmaschine. Oder mit den Rührbesen des Handrührgerätes! Den fertigen Eischnee in eine Schüssel geben.
  4. Dann die Eigelbe mit Zucker und 1 EL Wasser hell-cremig schlagen. Flüssige Butter und das Vanilleextrakt zugießen, erst auf niedriger unterrühren, dann auf mittlererer Stufe unterschlagen.
  5. Mehl in 3 Portionen unterrühren. Aus der warmen Vanillemilch die Schotenhälften entfernen. Dann die Vanillemilch unter langsamen Schlagen zugießen. Vorsicht, es spritzt. Der Teig ist echt flüssig.
  6. Zum Schluss den vorbereiteten Eischnee mit einem Teigschaber in drei Portionen unterheben, nicht rühren. Es müssen noch kleine Wölkchen an der Oberfläche schwimmen.
  7. Nun die Hälfte des Teig in eine mit Backpapier ausgelegte quadratische Form (20x20cm) oder eine gefettete, geschlossene Mini-Springform (Pushpan, 20cm ∅) füllen. Beeren daraufstreuen und den Rest des Teiges daraufgießen. Teig in der Form ca. 5 Minuten ruhen lassen und erst dann in den heißen Ofen (155 Grad, Ober- und Unterhitze, 2. Schiene von unten) schieben und 50-60 Minuten backen.
  8. Form aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter stellen. Kuchen darin vollständig auskühlen lassen. Dann in der Form über Nacht in den Kühlschrank stellen.

kleine Kuchen mit Blaubeeren

Hier findest du noch ein leckeres Blaubeer-Rezept: Mallorquinische Mandelküchlein

Kuchen aus der Form lösen, mit Puderzucker bestäuben. Kuchen in Stücke schneiden. Jieppy – alles richtig gemacht. Und so lecker, Vanillepudding, -creme und Biskuit, ich liebe diese Kombi! Ich denke, ihr auch...

Nur ein Teig wir zu drei Schichten: Biskuit, Creme und Pudding. Wir haben die Rezepte für Magic Cake

 

 

Erfahre was das Besondere an Magic Cake ist!

 

 

 

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