Crouffins

Dienstag, 16. Februar 2016 - 11:18

Rezept für Carrot Cheesecake

Der beste Käsekuchen zu Ostern? Carrot Cheesecake!

Carrot Cheesecake Rezept für Carrot Cheesecake © intophoto

Ich liebe Cheesecakes, das habt ihr ja nun wohl alle schon mitbekommen.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Und meine Freunde ticken mittlerweile genauso. Nun steht ja wieder unser legendäres Osterbrunch mit Freunden und Familie vor der Tür, natürlich mit Eiersuchen, versteht sich. Egal, wie alt wir sind, Ostereiersuchen kennt keine Grenzen. Das ist immer ein Mordsspaß. Der Tag kennt allerdings auch keine Grenzen. Die letzten gehen immer erst gegen Abend. So muss für nachmittags schon mal ein neuer Käsekuchen oder Cheesecake her. Was liegt da nahe, als mal einen „Cheesecake à la Möhre“ zu probieren?

Erst dachte ich an einen Carrotcake-Cheesecake, also ein Käsekuchen mit einem Boden aus Nussrührkuchen und fein geraspelten Möhren, obendrauf dann eine Frischkäsecreme, mit Karottensaft abgeschmeckt. Aber das ist mir dann doch zu aufwendig. Ich stehe einfach auf die schnelle Bröselboden-Variante. Denn die österliche Verzierung steht ja auch noch an und die braucht Zeit!

Was gibt´s Neues?

Schnell mal im Netz gesurft und „Cheesecake-Carrots“ erblickt. Die sahen lustig aus, leicht orangefarbene Kuchenstücke, mit süßem „Möhrengrün“ verziert. „Die mache ich, super Idee! Ich nehme mein Cheesecake-Rezept, schmecke es mit Möhrensaft ab und tausche Zitrone gegen Orange.“

Die Amis können´s einfach!

Ich gare den Cheesecake ganz US-like im Wasserbad, im Ofen auf der Fettfangschale. Wichtig dabei ist aber das „abdichten“ der Springform. Ich nehme extra-breite und -feste Alufolie, lege 2 Bahnen davon kreuzweise auf die Arbeitsfläche. Darauf kommt die Springform und dann wird alles hochgeschlagen und am Springformrand kräftig angedrückt. Der Vorteil: Durch diese Garmethode wird der Cheesecake super saftig und cremig, die Oberfläche bleibt schön glatt.

Springform „Made long time ago"?

Überhaupt solltet ihr euch mal eure Springformen angucken. Es lohnt sich vielleicht, mal auf eine Neue umzusteigen. Denn oft sind sie schon etwas „ausgeleiert“ und man wundert sich, warum die flüssige Masse herausläuft. Ich sage euch, beim Cheesecake backen ist eine perfekt funktionierende Form essentiell.

Noch ein Plus: Der Boden der neueren Modelle hat ein „kleines Podest“, sodass man locker und easy z. B. mit einem Tortenretter drunterkommt und schwupp, ist der Kuchen vom Boden. Die älteren Modelle haben eine Rille, wo man mit Messer oder Tortenheber nichts ausrichten kann und sich der Kuchen nicht ablösen lässt. Armer Bröselboden, der ist dann schon mal derangiert und die Masse obendrauf kriegt langsam Risse. Oh, my poor Cheesecake, don´t cry....

Nein, nun aber mal Spaß beiseite, ich habe es schon öfter bei meinen Freundinnen gesehen, ob Quiche oder Obstkuchen mit Mürbeteig, immer wieder diese Panik, wie kriege ich den Kuchen sturzfrei vom Boden.? Dann sag ich immer, Rille beim nächsten Mal unten (also außen), den Boden einfach anders herum mit dem Ring schließen, besser aber eine neue Form kaufen. So ist es eben immer, mit dem richtigem Equipment geht alles leichter und einfacher...

Und so klappt´s auch mit dem „Nachbarn“!

Aber egal, ob neue oder alte Form, das müsst ihr beim Amikuchen beachten, damit alles klappt: Gut „getaped“ ist halb gewonnen: Springform öffnen, mit einem Stück Backpapier belegen, Ring drauf und schließen. Das gibt schon mal „Dichtung“. Überschüssiges Papier abschneiden. Und damit die Cheesecake-Masse beim Backen nicht über den Rand krabbelt, kommt vorher noch ein breiter Papierstreifen (höher als der Rand) von innen drum: Dafür schneide ich immer einen Backpapierbogen der Länge nach durch und forme Streifen von ca. 12 cm Höhe. Diese zwei Streifen lege ich entlang des Randes, drücke sie noch etwas an. Fertig!

Das Rezept für den Carrot-Cheesecake

Für 12 „Möhrchen“:

Für den Boden

  • 240 g Weizenkekse (z. B. Mc Vitie´s Degestive)
  • 80 g Butter (geschmolzen)

Für die Creme

  • 800 g Doppelrahmfrischkäse (Zimmertemperatur)
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 2 Eigelb
  • 150 g saure Sahne
  • Schale von 2 Bio-Orangen
  • 50 ml Orangensaft
  • 200 ml Möhrensaft
  • 2 EL Speisestärke

Für das „Grün“

  • 150 g weiße Schokolade
  • 15 g Kokosfett (Palmin)
  • grüne Speisefarbe

Zubereitung

  1. Kekse im elektrischen Zerkleinerer fein mahlen. In eine Schüssel geben, mit Butter mischen. Masse in eine am Boden mit Backpapier belegte Springform (26 cm ∅) füllen, Brösel mit einem Esslöffelrücken zum Boden zusammendrücken, dabei glatt streichen. In den Kühlschrank stellen.
  2. Frischkäse in der Küchenmaschine oder mit den Rührbesen des Handrührgerätes glatt rühren. Zucker zugeben, gut untermixen. Eier und Eigelbe nacheinader zugeben und unterschlagen. Dann saure Sahne, Orangenschale, -saft und Möhrensaft unterrühren. Speisestärke zugeben, kurz unterschlagen. Je nach Farbintensität des Möhrensaftes ist die Creme zart aprikot bis leicht orange. Wer sie besonders „möhrchenhaft“ haben möchte, kann noch mit etwas roter und gelber Speisefarbe nachhelfen...Etwas von der Creme abnehmen und mit den beiden Farben orange mischen. Diese Mischung dann unter die restliche Creme rühren.
  3. Form aus dem Kühlschrank nehmen, Springformrand mit etwas Butter einfetten. Backpapierstreifen einlegen und die Form von außen mit Alufolie „abdichten“. Wie das geht, habe ich euch ja schon am Anfang erzählt!
  4. Form auf die Fettfangschale stellen (das ist das Backblech mit dem etwas höheren Rand) und die Cheesecake-Masse hineinfüllen. Fettfangschale vorsichtig in den heißen Ofen (170 Grad, unterste Schiene) schieben. Wasserkocher angestellt und schnell heißes Wasser gemacht. Dieses dann auf die Fettfangschale gegossen, so dass die Form ca. 2 cm im Wasser steht. Kuchen darin ca. 1 ¼ Stunden backen.
  5. Ofen ausschalten, Cheesecake so weitere 25 Minuten ruhen. Ofentür öffnen, Kuchen darin weitere 30 Minuten ruhen. Dann den Cheesecake vorsichtig aus dem Wasserbad heben und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Über Nacht kalt stellen.
  6. Kuvertüre hacken, über heißem Wasserbad schmelzen. Kokosfett hacken und darin auflösen. Mit grüner Speisefarbe einfärben. Masse in einen Einmal-Spritzbeutel füllen. Spitze 1-2 mm abscheiden und auf einem Stück Backpapier „Möhrengrün“ spritzen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
  7. Zum Servieren Cheesecake aus der Form lösen und in 12 Stücke schneiden. Diese mit Möhrengrün verzieren und sofort servieren. Denn das Möhrengrün wird bei Zimmertemperatur etwas weicher.

Jetzt haddu so schöne Möhrchen, da wird das Häschen neidisch sein... Häschen beim Bäcker. Fragt das Häschen: „Haddu Möhrchen?“ Der Bäcker: "Habe ich nicht." Das Häschen kommt die ganze Woche und fragt nach den Möhren, schließlich sagt der Bäcker: "Ja, jetzt hab ich welche für dich eingekauft." Antwortet das Häschen:"Kannst du mir einen Möhrenkuchen zaubern?" In diesem Sinne, viel Spaß beim Nachbacken!