Crouffins

Dienstag, 31. Mai 2016 - 8:26

Rezept für Bimi-Brokkoli aus dem Wok

Spargel-Brokkoli, Broccolini oder Bimi? Was ist denn das? Wir sagen euch was das Besondere an Bimi ist und wozu er am besten passt.

Bimi Broccolini mit Teriyaki-Mie-Nudeln Rezept für Bimi-Brokkoli aus dem Wok © intophoto

Oh, was lacht mich denn da im Supermarkt an! Brokkoli-Röschen auf „langen Beinen“, eine Art grüner Spargel mit schmalem Brokkoli-Kopf. Hübsch nebeneinander in der Verpackung aufgereiht.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Irgendwie kommt er mir aus der asiatischen Küche bekannt vor. Da hab ich ihn schon mal gegessen und mich gefragt, was das eigentlich für ein Gemüse ist und wo ich diese Sorte kaufen kann. Bei unserem Chinesen „Golden“ in Hamburg zum Beispiel, ist er immer Bestandteil der köstlichen grünen Gemüseplatte, die ich mir gern dazu bestelle. Und in Australien lief er mit öfter als Broccolini über den Weg, leicht scharf, mit gebratenen Nudeln und Hähnchen- oder Rindfleisch. Super lecker, schön knackig, im Geschmack nicht so kohlig, wie beim herkömmlichen Brokkoli.

Diese „Brokkoli-Tarzane“ hier erinnern eher an grünen Spargel, ich finde, nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich. Beim „normalen“ Brokkoli mag ich nämlich den dicken Strunk nicht so gern verwenden, schneide eigentlich immer die Röschen ab und lasse ihn weg. Viele machen ihn ja mit in eine Cremesuppe, das ist mir aber zu kohlig. Oder raspeln ihn in einen Salat, ich nicht.

Deshalb kommt mir der Broccolini gerade recht. Und was ist er nun eigentlich? Vielleicht wirklich eine Kreuzung aus Spargel und Brokkoli? Auf der Verpackung steht „Bimi“. Ups, noch eine andere Bezeichnung!

Hm, schnell mal im Internet geschaut und siehe da, es ist eine Kreuzung aus Brokkoli und Kai-Ian, dem chinesischen Brokkoli, oh, also doch etwas Asiaisches mit drin. Der Chinesische Brokkoli ist aber eher ein Blattgemüse mit flachen, größeren Blättern, die an Kohlrabiblätter erinnern, an dickeren Stielen und mit kleinen Blütenknospen. Geschmacklich erinnert mich Bimi aber trotzdem mehr an Spargel.

Bimi ist ursprünglich ein typisch japanisches Gemüse, jetzt kommt es aber meist aus Kenia zu uns (steht auch auf der Verpackung).

99 % essbar

Ich finde ihn so super praktisch. Man kann die Röschen, sowie die Stängel essen. Schälen entfällt, man muss nur das trockene Ende etwas abschneiden. Ruck zuck fertig, alles essbar, perfekt!

Braten oder dünsten - blitzschnell fertig!

Da die Stiele schön dünn sind, kann man ihn, wie grünen Spargel, am besten dünsten oder in der Pfanne oder dem Wok braten. Dann bleiben auch die Inhaltsstoffe schön erhalten. Entweder im Ganzen gedünstet, zum Beispiel als Beilage zu Hähnchen oder Roastbeef-Braten oder wie Spargel, mit einer Hollandaise oder Kräuter-Ei-Vinaigrette und Kartoffeln servieren. Ich liebe ihn nach wie vor als asiatischen Wok-dish, mit Mie-Nudeln, Soja- oder Teriyaki-Soße und etwas Chili. In 3-4 Minuten ist er fertig, genial!

Sooo gesund!

Bimi ist grünes Power-Gemüse pur - mit viel Vitamin A und C, Eisen, Folsäure und Zink. Und liefert pro 100 g nur ca. 35 kcal. Bimi enthält bestimmte Pflanzenstoffe, wie z. B. das Sinigrin, das Krebszellen den Garaus machen soll.

Man kann ihn auch sehr gut roh genießen, in Salaten oder mit Zitronensaft und Öl mariniert und gerösteten Pinien- oder Sonnenblumenkernen auf einer Antipasti-Platte. Oder im Green Smoothie. Probiert’s aus, ich finde, man kann ihn ideal kombinieren, auch zu gebratenem Lachsfilet auf der Haut oder vegetarisch mit Seidentofu, Sojasoße und -prossen. Ich verrate euch heute aber mal mein Blitzgericht mit Bimi –simpel und lecker....

Slimpasta Wok

Habt ihr schon mal Slim-Pasta probiert? Wir haben sie zu einer asiatischen Wok-Pfanne gemacht. Hier geht's zum Rezept.

Das Rezept für meinen Bimi im Wok mit Mie-Nudeln und Teriyaki-Soße

Für 4 Portionen

2 Packungen Bimi (à 175 g, gesehen bei Rewe)

1 Schalotte

1 Stück Ingwerknolle (ca. 15 g)

1 Knoblauchzehe

1 Chilischote

180 g Mie-Nudeln

3 EL Olivenöl

Salz

ca. 5 EL Teriyaki-Soße (am besten von Henssler, Edeka)

1 Spritzer Limettensaft

ca. 1 EL geschälte Sesamsamen

 

Zubereitung

  1. Bimi waschen, jeweils nur das untere, trockene Ende abschneiden. Bimi in grobe Stücke schneiden.
  2. Schalotte, Ingwer und Knoblauch schälen, getrennt fein würfeln. Chilischote längs halbieren und je nach Schärfe die Kerne herauskratzen. Schotenhälften kleinschneiden.
  3. Mie-Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung garen, evtl. etwas kürzer, damit sie nicht zu weich werden. Auf einem Sieb abgießen und abtropfen lassen.
  4. Öl in einer großen Antihaft-Pfanne oder im Wok erhitzen. Schalottenwürfel und Ingwer bei mittlerer Hitze unter Rühren darin 1-2 Minuten andünsten. Knoblauch und Chili zugeben, nur kurz mitdünsten. Sonst wird die Chilischote very hot! Bimi zugeben und unter Rühren ca. 3 Minuten braten, dabei etwas Wasser oder Gemüsebrühe angießen. Mit Salz abschmecken.
  5. Mie-Nudeln und etwas Teriyaki-Soße zugeben, Alles gut mischen. Dann mit Soße, Salz und Limettensaft abschmecken, mit Sesam bestreuen. Ich esse das Gericht am liebsten mit Stäbchen, dann kann man die Bimi-Stücke so richtig „schnappen“ und genießen! Natürlich mit etwas „Nudel“... Probiert Bimi mal aus, wenn ihr ihn bei eurem Supermarkt oder Gemüsehändler erblickt, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Unsere letzte Neuentdeckung aus der Gemüseabteilung war übrigens auch eine asiatische Kreuzung. Hier findet ihr unsere Meinung zu Flower Sprouts und das passende Rezept.

Bimi-Brokkoli: Wir verraten euch warum er so lecker ist und haben ein schnelles Rezept für asiatische Bimi-Nudelpfanne für euch.