Crouffins

Freitag, 8. Januar 2016 - 10:30

Apfelkuchen light

Kuchen muss nicht zwangsläufig eine Kalorien- und Fettbombe sein. Kerstin verrät euch heute eine Low-Fat-Variante ihres geliebten Apfelkuchens.

Fettarmer Apfelkuchen auf einem Teller Apfelkuchen light © seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Grossmann.Schuerle

Tja, nach so viel Stollen, Marzipan, Gans & Co vielleicht mal etwas Leichteres?

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Es haben sich am Wochenende nämlich Tina und Michael angesagt und die wünschen sich immer meine Apfeltarte. Aber die ist mit Blätterteig, das geht im Moment mal gar nicht. Da dachte ich an meinen „versunkenen“ Apfelkuchen, aus Rührteig mit viel „Apfel“. Da lässt sich doch was machen, vielleicht kann man die Butter reduzieren und stattdessen Joghurt nehmen, das wäre doch mal was. Oder die Butter ganz weglassen? Hab ich noch nicht probiert, finde ich spannend. Ich denke, das interessiert euch auch!

Also ab in die Versuchsküche und schon mal für euch „vorprobiert“. Ich hatte neulich einen Kastenkuchen mit Hälfte Joghurt, Hälfte Butter und Heidelbeeren gemacht. Der war prima saftig. Jetzt will ich die Butter aber mal komplett weglassen und den „Versunkenen“ nur mit Joghurt machen. Fett ist ja auch Geschmacksträger, also bekommt er erst einmal Aroma - durch Vanillepulver. Kennt ihr das? Ist genial, gibt es gemahlen in Mini-Döschen. Im Handel steht´s meist bei den Gewürzen und Vanilleschoten. Und frisch geriebene Zitronenschale von Bio-Früchten. Könnt auch noch Orangenschale nehmen. Die Früchte wasche ich vorher ganz heiß ab und rubbel sie kräftig mit einem Geschirrhandtuch trocken.

Hab auch ein bisschen weniger Zucker abgewogen, normalerweise nehme ich immer von Fett, Zucker, Mehl und Eiern die gleiche Menge.

Ein Erdbeerkuchen wird geschichtet

Auch lecker: Unser Rezept für einen kalorienarmen Obstkuchen

Wichtig ist das lange Schlagen der Eier mit dem Zucker, das macht den Teig schön locker. Natürlich in der Küchenmaschine, während des Schlagens bereite ich den Rest vor. Praktisch, dann ab in die Form und Früchte drauf. Geht richtig schnell. Schwupp in den Ofen und immer mal durch die Scheibe geschaut.

Und siehe da, er ging toll auf, war genauso fluffig wie mein Original. Zum Glasieren habe ich wenig Quittengelee und etwas Wasser aufgekocht und die Apfelviertel damit bepinselt - auch noch ein paar Kalorien gespart. Ihr könnt auch beides in der Mikrowelle bei 600 Watt ca. ½ Minute erhitzen. Aprikosenkonfitüre passt auch.

Den restlichen Joghurt, ich habe gleich den 500 g Becher gekauft, mit 1 Päckchen Vanillezucker glatt rühren und als „Sahne“ dazu servieren. Perfekt, dachte ich. Nach oben in unsere Kombizone gebracht und alle konnten probieren.

Aber die Ah’s und Oh´s, wie lecker Aufschreie blieben aus. Gegen 18.30 Uhr kam dann Joerg, unser Modechef ins Büro und meinte, „Desert Storm“ oder „Sandy Beach“, da wusste ich, er war doch nicht so saftig, wie er aussah. Tja, so einfach austauschen, das geht eben nicht. Fett macht eben doch saftig und unterstützt den Geschmack!

Also am nächsten Tag wieder in die Versuchsküche und Test 2 ausprobieren. Da der Teig in der 26er Form recht hoch war, dachte ich, erst einmal eine 28er Springform zu nehmen. Das macht schon mal Fläche. Und mehr Äpfel, die machen es ja auch noch saftiger. Und etwas weniger Mehl und etwas mehr Joghurt und siehe da – das war es. Wieder das Redaktionsteam probieren lassen und alle sagten: „Da gibt´s nichts zu meckern, den mache ich auch nach!“

Nun mal sehen, was meine Freunde dazu sagen, ich bin gespannt! Werde ihnen natürlich erst am Schluss verraten, wie ich es gemacht habe....

Das Rezept für den Low Fat-Apfelkuchen

Für 12 Stücke

  • 4 Eier (Größe M)
  • 175 g feiner Bio-Roh-Rohrzucker
  • ½ TL Vanillepulver (Gläschen)
    Gedeckter Apfelkuchen

    Noch mehr leckere Rezepte: die besten Apfelkuchen

  • Schale und Saft von ½ Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 5 Äpfel (ca. 900 g)
  • 500 g Joghurt (3,5 % Fett, 125 g aber nur für den Teig!)
  • 200 g Mehl
  • 1 geh. TL Backpulver
  • 1 EL Quittengelee
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (wenn ihr den „Sahne-Ersatz“ machen wollt!)

Zubereitung:

  1. Eier, Zucker, Vanille, Zitronenschale und Salz in der Küchenmaschine ca. 8 Minuten schlagen, bis alles weißcremig und fluffig ist.
  2. Inzwischen Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Viertel mit dem Messer mehrmals einschneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Zitronensaft beträufeln.
  3. 125 g Joghurt unter den Teig rühren, Rest Joghurt kalt stellen. Mehl und Backpulver mischen, zugeben und nur kurz untermixen.
  4. Teig in eine am Boden mit Backpapier belegte Springform (28 cm ∅) füllen, glatt streichen. 5. Äpfel mit der Wölbung nach oben dicht an dicht hineinsetzen. Im heißen Ofen (175 Grad, zweite Schiene von unten) 30-35 Minuten backen.
  5. Gelee und 1-2 EL Wasser aufkochen. Form aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter stellen. Erst die Äpfel mit Gelee bestreichen, dann die Kuchenoberfläche. Kuchen in der Form auskühlen lassen.
  6. Nach Wunsch Rest Joghurt mit Vanillezucker glatt rühren und dazu servieren.

Kommentare

Wäre es möglich für diese Low Fat Variante vom Apfelkuchen die kcal-Angabe zu bekommen?

von Loona ~

Hallo Loona,

der Apfelkuchen hat pro Stück etwa 200 kcal, 2,5 g Fett, 4 g Eiweiß und 41 g Kohlenhydrate.

Liebe Grüße

von nkorte ~