Crouffins

Dienstag, 3. November 2015 - 10:44

Ajvar selber machen

Ajvar kennt ihr, oder? Aber habt ihr die Paprika-Paste auch schon mal selber gemacht? Wir verraten das Rezept.

Ajvar im Schälchen Ajvar selber machen © seasons.agency / KME GmbH

Auch Ajvar ist so etwas, das ich erst viel zu spät für mich entdeckt habe. Auch wieder durch Zufall: Ein Freund wollte mich bekochen. Nudelauflauf wollte er machen. Naja, dachte ich, kein kulinarisches Highlight, aber immerhin kann er nicht viel falsch machen...

Nina Korte

Nina verbringt die Abende nach einem Tag in der der FÜR SIE Onlineredaktion am liebsten in der Küche, um neue Rezepte auszuprobieren.

Das, was er dann zauberte, hat mich tatsächlich positiv überrascht. Aus einer Packung Spiralnudeln, einem Becher Sahne, Zwiebeln, Käse und einer geheimnisvollen roten Paste aus dem Glas zauberte er einen mediterran angehauchten, wirklich großartigen Auflauf! Die geheimnisvolle Zutat, die dem Auflauf den Pfiff verpasste, entpuppte sich als Ajvar - Paprikapaste südeuropäischen Ursprungs. Hatte ich noch nur zuvor gehört oder gesehen. Gibt es aber tatsächlich in jedem gut sortierten Supermarkt, wie ich feststellte - von mild über pikant bis hin zu feurig.

Ich habe mittlerweile immer ein Glas Ajvar im Schrank - zum Verfeinern von Soßen, Aufläufen oder einfach so. Am besten schmeckt die Paprikapaste natürlich, wenn ihr sie selber macht. Ist zwar etwas zeitaufwendig, aber lohnt sich!

Zutaten (für 3 bis 5 Gläser)

  • 1 kg rote Paprikaschoten
  • 1 große Aubergine
  • 1 Chilischote
  • 6 EL Olivenöl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer
  • evtl etwas Zucker

Zubereitung:

  1. Die Paprikaschoten waschen, halbieren und entkernen. Mit der Schale nach oben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180 Grad rösten, bis die Haut anfängt, blasen zu werfen. Dann rausnehmen, von beiden Seiten leicht salzen und mit einem feuchten Küchentuch abdecken.
  2. Die Aubergine waschen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Ebenfalls auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 Grad für ca. 20 Minuten weich backen.
  3. Die Chilischote waschen und entkernen, dann in Mini-Stückchen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen. Die abgekühlten Paprikaschoten könnt ihr jetzt vorsichtig enthäuten.
  4. Dann gebt ihr Paprika mit Aubergine, Chili, den Knoblauchzehen, dem Tomatenmark und etwas Salz und Pfeffer in einen Mixer und püriert alles gut durch.
  5. In einer beschichteten Pfanne erhitzt nun das Olivenöl und gebt die Paprikapaste hinzu. Das Ganze bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren etwa 20 Minuten dünsten - so entwickelt sich ein tolles Aroma!
  6. Mit Salz und Pfeffer (ich mag auch gern immer noch ein bisschen Süße in Form von einer Prise Zucker) abschmecken und in verschließbare Gläser abfüllen. Im Kühlschrank hält sich das Ajvar einige Tage. Am besten, ihr füllt es oben mit Olivenöl auf - Wenn kein Sauerstoff an die Paste kommt, bleibt sie länger haltbar.

Noch mehr Rezepte für tolle Dips und Soßen findet ihr in unserer Galerie