Crouffins

Mittwoch, 1. Juli 2015 - 13:19

Welcher Smoothie-Mixer ist der Beste?

Smoothies selber mixen – total im Trend. Aber welches Gerät lohnt es sich zu kaufen? Reicht ein günstiges Gerät, oder sollte man doch lieber zu einer hochwertigen Marke greifen? Schwierige Frage! Wir haben fünf Geräte ausgiebig getestet.

Die Kitchen Girls testen Smoothie Mixer Welcher Smoothie-Mixer ist der Beste? © intophoto

„Könnt ihr das nicht endlich abstellen?“ Nachdem wir mehrere Tage in der Versuchsküche die Mixer mit Obst, Gemüse und Kräutern gefüttert hatten, gingen wir unseren Kollegen wohl doch ein bisschen auf die Nerven. Dabei kam die Idee doch von ihnen! „Habt ihr einen Tipp, welchen Mixer ich mir für Smoothies zulegen soll?“ Das fragten kurz zuvor nämlich gleich mehrere Kollegen. Also entschieden wir: Zeit für einen Mixer-Test.

Fünf Modelle im Test

Reicht ein preiswertes Modell – oder ist der Ferrari unter den Mixern doch der Beste? Kriegen alle auch Grünzeug klein? Das wickelt sich nämlich gerne mal um die Klingen. Wir haben fünf Modelle mit den genau gleichen Zutaten befüllt, nacheinander den Startknopf gedrückt und natürlich reichlich Smoothies probiert... 

Brigitte Kesenheimer

Brigitte ist Food-Chefin der Zeitschrift FÜR SIE und probiert total gerne Neuheiten (egal ob Produkte oder Restaurants). Ihre Kollegen freuen sich immer über ihre schnellen, unkomplizierten Rezepte für den Feierabend

Fruchtige Smoothies mit eher weicheren Zutaten – da erwarteten wir eigentlich keine Probleme! Die bekommt im Notfall sogar mit ein Pürierstab klein. Um die Latte ein bisschen höher zu legen, packten wir deshalb noch ein bisschen Fenchel rein. Das erste Testgetränk war der gelbe Smoothie „Happy Mr. Yellow“ aus Ananas, Banane, Orange und Fenchel. Als Herausforderung gab es noch einen grünen Smoothie: „Lucky Mrs. Green“ aus Spinat, Petersilie, Apfel, Trauben und gelber Paprika.

Schon mal so viel können wir verraten: Alle Geräte haben die Herausforderung geschafft, alle stehen sicher und ruhig auf der Arbeitsfläche. Außerdem schließen die Deckel fest, so dass nichts herausspritzt. Gut hat uns gefallen, dass sich die Mixbehälter der fünf Geräte (ohne die Klingen) in der Spülmaschine reinigen lassen. Und auch das Aufsetzen der Mixbehälter klappt überall ohne Studieren der Anleitung!

Tipps und Tricks

Noch eine kleine Erklärung vorab (weil der Begriff immer wieder auftaucht): die Puls-Taste (heißt manchmal auch Intervall-Taste) ist so eine Art Power-Knopf, mit der man die Zutaten beim Smoothie-Mixen gut durchmischen kann.

Und noch ein Reinigungs-Tipp: gleich nach dem Mixen Wasser und ein Tropfen Spüli rein. Puls-Taste an und ein paarmal durchspülen. Ausspülen, sauber!

 

Smoothie-Mixer von Russel Hobbs im Test

Preis-Leistungs-Champion: Russell Hobbs Aura Standmixer

Die Fakten

  • Preis: ca. 60 Euro
  • Power: 750 Watt/ max. 26000 Umdrehungen pro Minute
  • Material Mixbehälter: Glas
  • Max. Füllmenge: 1,5 l
  • Extras: Das leichteste Gerät in unserem Test sorgt mit „Saug-Füßchen“ für festen Stand; zusätzlicher Aufsatz zum Mahlen von Gewürzen

Unser Eindruck

  • Lautstärke: relativ laut
  • Gelber Smoothie: zerkleinert die Zutaten sehr gut, brauchte als einziger aber schon die Puls-Taste
  • Grüner Smoothie: mit etwas Geduld und häufiger Verwendung der Puls-Taste klappt es. Wir haben zwischendurch auch mit einem Löffel nachgeholfen und alles durchmischt. Schön cremige Konsistenz
  • Besonderheiten: Deckel schließt und öffnet leicht. Im Handbuch leider keine Tipps zur Smoothie-Zubereitung. Maximale Nutzungsdauer: 2 Minuten.

FAZIT: Tolles Einsteigermodell, vor allem für Frucht-Smoothies geeignet

 

Smoothie-Mixer von Turmix im Test

Der ruhige Schweizer: Turmix Standmixer

Die Fakten

  • Preis: ca. 330 Euro
  • Power: 450 Watt / max. 15000 Umdrehungen pro Minute
  • Material Mixbehälter: Glas
  • Max. Füllmenge: 1,2 l

Unser Eindruck

  • Lautstärke: der Ruhigste im Test (sogar mit Eiswürfeln drin erstaunlich leise)
  • Gelber Smoothie: cremig, ohne Stücke, lecker!
  • Grüner Smoothie: der Einzige, bei dem die Puls-Taste nicht notwendig war. Bekam alles klein, schöne Konsistenz, ein paar größere Apfelschalen-Stücke waren noch zu schmecken
  • Besonderheiten: zerkleinert die Zutaten super-schnell. Sehr fein pürierte und cremige Smoothies. Braucht am wenigsten Platz in der Küche, da er klein und kompakt ist

FAZIT: Optisch ein Hingucker. Mit ordentlich Power, Schweizer Präzision eben!

 

Smoothie-Mixer von Vitamix im Test

Die Extraklasse: Vitamix S30

Die Fakten

  • Preis: ca. 500 Euro
  • Power: 800-950 Watt / Umdrehungen pro Minute: k.A.
  • Material Mixbehälter: Kunststoff
  • Max. Füllmenge: 1,2 l
  • Extras: 2 kleine Mixaufsätze (à 0,6 l) mit Schraubverschluss als to go-Variante sind mit dabei. 1 Stößel ist im Lieferumfang enthalten (er dient dazu, die Zutaten beim Mixen in Richtung Klingen zu drücken)

Unser Eindruck

  • Lautstärke: im Mittelfeld
  • Gelber Smoothie: tolles, cremiges Ergebnis (ohne Puls-Taste oder Stößeleinsatz)
  • Grüner Smoothie: zur Zubereitung sind der Stößel und die Pulstaste notwendig; schmeckt besonders fein-cremig, aromatisch. Keinerlei Stückchen drin
  • Besonderheiten: Deckel lässt sich sehr schwer schließen und öffnen (spritzt dabei auch gerne mal). Toller Ausgießer (tropft nicht). Extra-lange Garantie von 7 Jahren. Super Bedienungsanleitung

FAZIT: Unser Geschmackssieger, aber eben auch der Teuerste im Test

 

Smoothie-Mixer von Krups im Test

Der Solide: Krups Perfect Mix 9000 Standmixer

Die Fakten

  • Preis: ca. 160 Euro
  • Power: 850 Watt / max. 21000 Umdrehungen pro Minute
  • Material Mixbehälter: Glas
  • Max. Füllmenge: 1,25-1,5 l (je nach Festigkeit der Zutaten)
  • Extras: es gibt eine spezielle Smoothie-Funktion

Den Standmixer von Krups könnt ihr hier direkt bei Amazon bestellen.

Unser Eindruck

  • Lautstärke: im Mittelfeld
  • Gelber Smoothie: die Smoothie-Funktion zerkleinert die Zutaten super-schnell, vom Fenchel bleiben kleine Stückchen übrig
  • Grüner Smoothie: am besten erst mit der Pulse-Taste die Zutaten kurz zerkleinern, dann die Smoothie-Funktion drücken. Die Petersilie und die Apfelschale sind noch etwas gröber als bei den anderen
  • Besonderheiten: Deckel schließt sehr leicht und öffnet ohne Spritzen

FAZIT: überzeugt durch solides Zerkleinern, schnelles und intuitives Handling

 

Smoothie-Mixer von WMF im Test

Der Selbstständige: WMF KULT pro Power Standmixer

Die Fakten

  • Preis: ca. 200 Euro
  • Power: 1400 Watt / max. 24000 Umdrehungen pro Minute
  • Material Mixbehälter: Glas
  • Max. Füllmenge: 1,8 l (für Flüssigkeiten max. 1,5 l)
  • Extras: spezielles Smoothie-Programm (mit automatischer Abschaltautomatik nach 1 Minute)

Den Mixer von WMF könnt ihr hier direkt bei Amazon bestellen.

Unser Eindruck

  • Lautstärke: relativ laut
  • Gelber Smoothie: Zutaten rein, Smoothie-Programm drücken, fertig! Smoothie sieht toll aus, sind aber noch ein paar Fenchel-Fasern drin
  • Grüner Smoothie: Das Smoothie-Programm bekommt die Zutaten ohne Hilfe klein – das dauert aber etwas, daher sind nach 1 Minute noch kleine Petersilien- und Apfelschalenstücke drin Besonderheiten: beide Smoothies sind etwas schaumiger als bei den anderen Geräten

FAZIT: Komfortabel. Viel Power, aber leider auch viel Lärm

Kommentare

Schön, dass Sie 5 Geräte miteinander verglichen haben. Ich finde, dass dieser Test einen besseren Überblick über die Mixergeräte und ihre relative Eigenschaften verschafft. Wie haben Sie sich aber für genau diese 5 Geräte entschieden? Da fehlen noch ein paar tolle Marke, die auch gute, preisgünstige Mixer haben, z.B. Omni blend, Bianco und die Mixer von www.vitality4life.de . Das ist auf keinen Fall ein Vorwurf. Ich frage aus Interesse, denn es gibt so viele Mixergeräte auf dem Markt und für uns, die Konsument/inn/en, ist es wahnsinnig schwierig, einen Mixer von so vielen Geräten auszuwählen.

Liebe Grüße
Sandra

von Sandra ~