Crouffins

Mittwoch, 29. April 2015 - 8:54

Zurück aus Lissabon – der herrlichen Stadt am Tejo

Die sonnigste Hauptstadt Europas zeigte uns meist ihre regnerische Seite. So hatten wir mehr Zeit für die kulinarischen Momente.

Lissabon Zurück aus Lissabon – der herrlichen Stadt am Tejo © privat

Wetter-auf-und-ab in Lissabon

Im April nach Lissabon, da muss das Wetter doch super sein. Dachten wir zumindest. Und das war es auch – genau einen Tag! Danach Regen, Gewitter, Regen… Und um nicht ganz ungerecht zu sein: auch mal ein paar Minuten Sonne zwischendurch. So konnten wir ein paar Sehenswürdigkeiten auch trockenen Fußes anschauen: das Castelo São Jorge, die Alfama (das historische Maurenviertel), den Santa Justa-Aufzug, das berühmte Hieronymus-Kloster und den Turm von Belém. 

Lauwarme Natas

Brigitte Kesenheimer

Brigitte ist Food-Chefin der Zeitschrift FÜR SIE und probiert total gerne Neuheiten (egal ob Produkte oder Restaurants). Ihre Kollegen freuen sich immer über ihre schnellen, unkomplizierten Rezepte für den Feierabend

Zwischendurch, wenn der Regen herunterprasselte und Sturzbäche die steilen Straßen herunterkamen, hüpften wir schnell in Cafés und Restaurants. Tagsüber gerne auch mal in ein typisch portugiesisches Stehcafé, um uns Pastéis de nata zu gönnen. Das sind kleine Knusper-Törtchen aus Blätterteig mit einer cremigen Sahne-Ei-Füllung. Mmmh, die könnte ich gerade wieder essen! Am liebsten lauwarm, mit softer Creme und als Krönung noch etwas Zimt darüberstäuben. Fantástico! (Und ganz ehrlich: leckerer als in der angeblich besten Konditorei in Belém, wo man mit hunderten anderer Touris vorher Schlange steht).

Internationale Küche im „Mercado Ribeira“

Am Abend machten wir es wie die Einheimischen und gingen in den „Mercado da Ribeira“. Hier findet seit letztem Jahr eine Art Food-Market statt. Knapp 30 Stände mit Wein, Käse und Schinken, Fisch und sogar portugiesische Spitzenköche wie Henrique Sá Pessoa bieten hier täglich portugiesische und internationale Küche – zu bezahlbaren Preisen. Und so geht’s: man sucht sich in der Mitte der Halle einen Tisch. Man bestellt an einem der Stände, bekommt einen Pager mit und sobald der vibriert, kann man sich seine Portion abholen. Das hört sich zwar ein bisschen nach Imbiss-Bude an, ist aber total relaxt! Und durch die dezente Musik im Hintergrund und die vielen Menschen, die man angucken kann, ein tolles Erlebnis.

Portugiesischer Gin

Und noch was ist mir in Lissabon aufgefallen: die Portugiesen sind große Gin-Fans. Es gibt zahlreiche Bars mit einer Riesen-Auswahl. Und zwar nicht nur an Gin, sondern auch an Tonic. Genau meins! Und die Barkeeper verraten mit Begeisterung ihre Favoriten und erzählen über neue Sorten. So habe ich übrigens einen tollen portugiesischen Gin entdeckt: „Sharish“. Der enthält neben den üblichen Botanicals wie Wacholder auch Nelken, Koriandersamen und Orangenschale. (Falls jemand weiß, wo man ihn in Deutschland bekommt, bitte melden!!)

Mein Kurztrip-Fazit

Lissabon ist nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch ein Highlight. Ich komme wieder…

Hier meine kulinarischen Favoriten in Lissabon:

Manteigaria: Kleine Bäckerei mit Stehcafé - hier gibt’s (wie ich finde) die besten Natas der Stadt! Und: man kann den Bäckern durch eine Glasscheibe beim Backen zugucken. 
 Adresse: Praça Luís de Camões (Metro: Baixa-Chiado). www.manteigaria.com 

Bistro Xapuri: Tapas auf portugiesisch. Tolle Einrichtung, zuvorkommender Service, kleine Karte mit kreativen, spannenden Gerichten. 
Adresse: Rua Duques de Bragança (Haltestelle der Tram 28 vor der Tür) 

Bar Vestigius: Toll für einen abendlichen Gin Tonic – mit Blick auf den Tejo. 
Adresse: Rua da Cintura do Porto de Lisboa (Metro, Bus: Cais do Sodré) www.vestigus.pt

Mercado da Ribeira: Käse- & Schinken-Platte, Salat mit Feigen und lokalem Käse, gegrillte Dorade, 24-Stunden-Spanferkel mit Süßkartoffel-Püree und Eis – war alles super! 
Adresse: Avenida 24 de Julho (Metro, Bus: Cais do Sodré)