So wird's perfekt Tipps für die Hochzeitsrede

Hochzeitsreden können hochemotional sein – und ebenso auch hochpeinlich. Was sagt man an einem der wichtigsten Tage im Leben des Brautpaares? Wann werden die Reden gehalten und wer darf überhaupt das Wort ergreifen? Keine Sorge, mit unseren Tipps werden Sie zum Experten.

Bräutigam bei der Hochzeitsrede Tipps für die Hochzeitsrede © 237/Tom Merton/Ocean/Corbis

Wer hält eigentlich alles eine Hochzeitsrede?

Traditionell hält nach der Trauung der Brautvater die erste Rede. Damit soll er seine Tochter noch einmal symbolisch an ihren Ehemann übergeben. Der Vater des Bräutigams ist der nächste – er heißt die Braut in der Familie willkommen. Heutzutage können natürlich auch die jeweiligen Mütter ein Wörtchen mitreden. Nach den Eltern kommen dann die Trauzeugen zu Wort – und schließlich das Brautpaar selbst, das sich für die netten Worte und das Kommen der Gäste bedankt. Auf einigen Hochzeiten ist es gern gesehen, wenn auch noch weitere Gäste eine Rede halten. Man sollte aber unbedingt vorher fragen, ob das Brautpaar noch weitere Reden wünscht und falls ja, zu welchem Zeitpunkt diese eingeplant werden sollen.        

Wann werden die Reden gehalten?

Auch hier gilt: Das Brautpaar bestimmt. Empfohlen wird aber meist der Zeitpunkt zwischen Vorspeise und Hauptgang. Die Gäste bleiben für gewöhnlich sitzen, der erste Hunger wurde gestillt und es herrscht eine ruhige Atmosphäre. Sollten aber viele Redner auf der Liste stehen oder die Reden sehr lang geraten sein, kann man einen zweiten Schwung auch nach dem Hauptgang und vor dem Dessert reden lassen. 

Wie wird eine Hochzeitsrede gehalten? 

Aus amerikanischen Filmen kennen wir die Situation: Der Redner schlägt vorsichtig an sein Glas, erhebt sich und alles lauscht. Eigentlich sollte man das Glas aber lieber nicht zu Beginn klingen lassen – und es auch nicht während der gesamten Rede in der Hand halten. Greifen Sie für den perfekten Ablauf erst zu Ihrem Sektglas, sobald Ihre Rede endet. Erheben Sie das Glas, gratulieren Sie dem Brautpaar und trinken Sie dann auf deren Wohl, zusammen mit den anderen Gästen.

Die perfekte Hochzeitsrede ist zwischen zwei und fünf Minuten lang, denn Sie wollen die Zuhörer nicht langweilen, aber auch nicht kurz angebunden wirken. Achten Sie besonders auf die folgenden Dinge, dann kann Ihre Rede nur positiv aufgefasst werden:

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    Wir haben wertvolle Tipps für den perfekten Hochzeits-Sitzplan.

    Sprechen Sie deutlich, nicht zu schnell und so natürlich wie möglich
  • Lesen Sie die Rede nur ab, wenn sie dabei nicht abgelesen klingt 
  • Machen Sie sich ansonsten nur Stichpunkte
  • Üben Sie Ihre Rede im Vorfeld immer und immer wieder – denn nur dann geraten Sie nicht ins Stocken
  • Schauen Sie vor allem das Brautpaar an, aber auch ab und zu die anderen Gäste
  • Schweifen Sie nicht von Ihrem geplanten Text ab 

Was sollte eine perfekte Rede beinhalten? 

Es klingt abgedroschen, ist aber wahr: Halten Sie eine Rede, die von Herzen kommt. Versuchen Sie nicht, besonders witzig zu sein oder besonders emotional, wenn Ihnen das eigentlich gar nicht liegt. Seien Sie Sie selbst und lassen Sie beim Schreiben Ihrer Rede Ihr Herz sprechen. Denn das wirkt ehrlich und tatsächlich emotional. Dennoch gibt es ein paar Tipps, wie Sie mit dem Schreiben beginnen können:

Mit einem Zitat beginnen

Ein Spruch oder ein Zitat stellt einen guten Anfang für eine Rede dar, denn so wecken Sie bei den Zuhörern Aufmerksamkeit und können direkt festlegen, ob Ihre Worte einen emotionalen oder eher lustigen Fokus haben werden. Natürlich sollten Sie sich in Ihrer Ansprache immer auf das Brautpaar beziehen. Berichten Sie von ihrem Kennenlernen, von lustigen Anekdoten, gemeinsamen Erlebnissen oder beschreiben Sie einfach das Gefühl, das in Ihnen ist, wenn Sie die beiden miteinander erleben. Eltern können natürlich schöne Erinnerungen aus der Kindheit einfließen lassen, langjährige Freunde erzählen von der Entwicklung des einen oder anderen Partners. Seien Sie gerne lustig, ohne dabei jedoch unpassende oder peinliche Dinge zu sagen, seien Sie emotional, ohne übertrieben und kitschig zu wirken. Das Ende der Rede leiten Sie ein, indem Sie auf das Brautpaar anstoßen, auf den schönen Tag, der ja noch andauern wird sowie auf den bevorstehenden Abend, an dem ordentlich gefeiert wird.  

Es fließen Freudentränen? Halb so schlimm

Oftmals ist es bei den Reden irgendwann soweit: Es fließen ein paar Tränen. Das liegt meist daran, dass der Redner sehr emotional erzählt und man spürt, dass eine starke Verbundenheit zwischen ihm und dem Brautpaar besteht. Auch der Redner selbst darf sich eine Träne verdrücken. Versuchen Sie aber, schnell wieder die Fassung zu erlangen. Verschnupftes Stottern, hysterisches Weinen und theatralisches Abwinken sind jetzt nicht gefragt. Atmen Sie noch einmal tief durch, bevor Sie wieder anfangen zu sprechen oder trinken Sie einen Schluck stilles Wasser. Denn oftmals schlägt die Ergriffenheit einfach in Aufregung um – und das ist dann gar nicht mehr schön.  

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