Persönliches Geschenk

So gelingt die Hochzeitszeitung

Eine Hochzeitszeitung gehört traditionell zum großen Tag der Brautleute dazu. In ihr sollen die Gäste das Paar besser kennenlernen, Gesprächsstoff finden und Anekdoten zum Schmunzeln lesen dürfen. Für Gäste und Brautpaar ist sie ein tolles Erinnerungsstück, das ganz besonders gestaltet sein sollte.

Hochzeitszeitung So gelingt die Hochzeitszeitung © gong hangxu/iStock

Die Planung der Hochzeitszeitung

Wie immer bei umfangreichen Projekten: Einer muss den Planungshut aufsetzen. Denn eine Hochzeitszeitung ist zwar ein sehr persönliches und schönes Hochzeitsgeschenk, bedarf aber viel Planung, Arbeit und ist meist auch nicht ganz preiswert in der Herstellung. Trotzdem heißt das nicht, dass eine Person allein eine solche Zeitung stemmen muss: Holen Sie sich vor allem Autoren-Hilfe innerhalb der Familie und bei Freunden des Brautpaares. Gibt es zusätzlich Spezialisten, wenn es um Layout, Bildbearbeitung oder Gestaltung geht? Dann sprechen Sie diese an und holen sie mit ins Boot.    

Der zeitliche Ablauf

Bei der Hochzeitszeitung können Sie nicht früh genug mit der Planung beginnen. Spätestens drei Monate vor der Trauung sollten Sie sich aber mit den Autoren zusammen setzen und erste Details abstimmen: Wie viele Seiten soll die Zeitung haben? Und welches Format? Wie könnte die Zeitung inhaltlich aussehen und wer muss dazu wie viel schreiben? Wer korrigiert die Texte am Schluss und wer kümmert sich um den Druck? 
Wichtig für die Texte ist: Setzen Sie eine Deadline, die nicht zu knapp an die Hochzeit heranreicht. Es gibt immer wieder Kandidaten, die auch am letzten Tag noch keinen Buchstaben getippt haben und um Aufschub bitten. Natürlich kann es auch technische Schwierigkeiten geben. Erinnern Sie regelmäßig daran, wann die Texte fertig sein müssen. 
Zwei Wochen vor der Hochzeit sollte dann die Schlussredaktion stattfinden, bei der alle Texte und Bilder bereits eingepflegt sind. Stimmen die Abstände, ist alles korrekt geschrieben und haben die Bilder die richtigen Unterschriften? Eine Woche vor der Hochzeit sollten die Zeitungen gedruckt werden.   

Das Layout der Hochzeitszeitung

Wie soll die Zeitung eigentlich aussehen, die letztendlich an die Gäste und das Brautpaar verteilt wird? Es gibt viele Möglichkeiten: Sie können die Zeitung wie eine klassische Tageszeitung aufziehen oder eher wie ein Magazin. Auch ein einfaches Heftchen hat seine Vorteile. 

  • eine Tageszeitung eignet sich bei vielen Autoren (kurze, aber viele Texte)
  • ein Magazin eignet sich bei vielen guten Schreibern (viele lange Texte)
  • ein kleines Heftchen eignet sich bei wenigen Autoren (außerdem passt es gut ins Abendtäschchen der Gäste)

Legen Sie die Seitenzahlen fest (die immer durch vier teilbar sein sollte) und bestimmen Sie auch, wie viele Spalten im Layout vorhanden sein sollten, welche Schriftart und –größe verwendet wird und wie die Überschriften aussehen.

Der Inhalt einer Hochzeitszeitung   

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Ganz wichtig ist bei einer solchen Zeitung der Ton, der angeschlagen wird. Natürlich sollten einige Texte witzig sein, sie dürfen das Paar aber nicht bloßstellen. Gerne dürfen auch tiefgreifende, emotionale Texte geschrieben werden. Witzige Elemente sollten auf keinen Fall fehlen, müssen aber auch dem Anlass einer Hochzeit entsprechen.
Klassiker in einer Hochzeitszeitung sind zum Beispiel lustige Steckbriefe des Paares, ein Interview mit dem Brautpaar, Texte von den Eltern und Geschwistern sowie kleine Ausführungen der Trauzeugen. Die Brauteltern können zum Beispiel Tipps für eine gute Ehe geben, Anekdoten können erzählt werden und auch die Kennenlerngeschichte des Paares sollte nicht fehlen. Auflockernd können Stammbäume, selbst verfasste Horoskope oder eine Quizseite über das Brautpaar platziert werden. Auch Persönlichkeitstests wie: „Bist auch du bereit für die Ehe?“ können den Gästen viel Spaß bringen. Immer dazu gehören Fotos des Brautpaares: ganze Collagen mit Bildern aus der Kindheit, Jugend und aus der gemeinsamen Zeit des Paares können die Seiten füllen. Denn durch Bilder stöbern doch alle gerne. Aber auch romantische Gedichte - am besten natürlich selbst verfasst und passend zum Brautpaar - können abgedruckt werden, ebenso wie Elemente der Feier (die Speisekarte oder die Liedabfolge in der Kirche).   
Eine Glückwunschseite für Gäste, die nicht kommen konnten ist ebenso gut in einer Hochzeitszeitung aufgehoben wie Danksagungen und weitere Glückwünsche zur Hochzeit anstelle eines Impressums. 

Die Bindung der Zeitung

Sobald die Seiten gefüllt und gelayoutet sind, ist der schwerste Teil der Arbeit erledigt. Nun muss entschieden werden, wie die Zeitung gedruckt und gebunden werden soll. Sollten Sie keinen hochwertigen Drucker besitzen, ist die Arbeit einer Druckerei sehr zu empfehlen. Dort können Sie auch zwischen unterschiedlichen Bindungen wählen. Die Klebebindung zum Beispiel ist sehr hochwertig, lange haltbar und sieht toll aus. Allerdings ist sie auch ziemlich teuer. Bei einer Spiralbindung werden die Ausdrucke durch eine Spirale, ähnlich einem Notizblock zusammengehalten. Auch diese Variante hält lange, ist aber nicht so schick. Ein Schnellhefter sollte für eine romantische Hochzeitszeitung ein No-Go sein, dann sollten Sie die Seiten lieber einfach ineinander legen und vielleicht noch mit einem schönen Band fixieren.    

Druckkosten

Die Kosten für eine Hochzeitszeitung können recht hoch ausfallen – mit mehreren hundert Euro sollten Sie rechnen. Natürlich hängt der Preis aber von Auflage, Papierqualität, Druckausführung, Bindung, Farbwahl und Seitenzahl ab. Überlegen Sie, wie viele Exemplare Sie überhaupt brauchen, denn wahrscheinlich möchte nicht jeder Gast eine eigene Zeitung. Fragen Sie auf jeden Fall mehrere Druckereien an und vergleichen Sie somit die Preise. Falls jemand einen guten Drucker besitzt, kann auch zu Hause gedruckt werden. Oft wird die Hochzeitszeitung für eine Spende oder zum kleinen Preis an die Hochzeitsgäste verkauft, um die Druckkosten wieder auszugleichen.