Gesund Grillen

Die perfekte Grillkohle

2012 wurden etwa 243.000 Tonnen Grillkohle nach Deutschland importiert, so das Statistische Bundesamt. Die Hauptlieferanten sind Polen, Paraguay und Litauen. Wir erklären Ihnen, woran Sie gute Grillkohle erkennen, die nicht gesundheitsschädlich oder umweltrelevant ist und mit welcher Kohle Sie die besten Resultate erzielen.

Brennende Holzkohle Die perfekte Grillkohle © JeanUrsula/iStock

Kohle oder Briketts?

Für den Grill-Liebhaber ist der Unterschied ganz klar, dem Laien ist es vielleicht noch nie bewusst geworden: Zwischen Holzkohle und Briketts gibt es einen Unterschied - einen großen sogar. Holzkohle entsteht, indem man Holz bei enorm hohen Temperaturen und unter Luftabschluss verkohlen lässt. Bei Briketts aber werden Holzkohlestaub und kleine Stücke der Holzkohle zu eierförmigen Stücken gepresst. Durch pflanzliche Stärke wie Kartoffel- oder Weizenstärke werden die Partikel miteinander verklebt.

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Im Ergebnis haben Briketts und die klassische Holzkohle unterschiedliche Brenneigenschaften. Briketts brennen sehr viel länger als Holzkohle und eignen sich deshalb für einen ausgedehnten Grillabend, an dem viel Grillgut gegart werden soll. Dafür sind sie allerdings schwieriger zu entzünden und werden weniger heiß als die klassische Holzkohle. Besser als Brennholz sind aber beide Varianten: einfaches Holz erreicht sehr viel niedrigere Temperaturen und sprüht außerdem störende Funken und wirft Flammen.

Die beste Grillkohle...

... können Sie meist schon am Preis erkennen. Dabei sind preiswerte Angebote nicht automatisch als schlecht zu bewerten, Sie sollten aber stark auf die Inhaltstoffe der Grillkohle achten. Besonders Buchenholz und Bambus sind sehr gut für Grillkohle geeignet, haben eine lange Brenndauer und geben dem Fleisch ein angenehmes Aroma. Kohle, die aus einer hochwertigen Holzsorte besteht, hält die Wärme bis zu drei Mal länger als günstige Produkte.

Auf die Siegel achten

Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis spielen bei Grillkohle auch der gesundheitliche und ökologische Aspekt eine wichtige Rolle. Auch, wenn das Etikett der Holzkohle versichert, keine bedrohten Tropenhölzer zu beinhalten, sollten Sie nur Produkte kaufen, auf denen das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) abgedruckt ist. Nur dann können Sie sich nahezu sicher darauf verlassen, dass ausschließlich Holz aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft verwendet wurde. Das Umweltbundesamt rät außerdem, nur Grillkohle mit dem DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) zu kaufen. Dieses stellt sicher, dass die Holzkohle kein gesundheitsschädliches Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.

 
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