Grillsaison

Alles über den Gasgrill

In den USA weiß man es schon lange: Kein anderer Grill ist so professionell ausgestattet wie ein Gasgrill. 30 Prozent der US-Amerikaner verwenden für ihre traditionellen Barbecues ein solches Gerät. Die Holzkohle-Fans werden nun zusammenzucken. Ein Gasgrill soll professionell sein? Wir erklären, was an dieser These dran ist.

Großer Gasgrill voller Grillgut Alles über den Gasgrill © mrbfaust/iStock

Überzeugend in der Praxis

Meist sind es die Männer, die das Grillen zelebrieren - das Feuer anfachen, rohes Fleisch rösten, die heiß glühenden Kohlen unter Kontrolle halten. Dabei muss es gar nicht immer der Holzkohlegrill sein, um ein leckeres Stück Fleisch zu erhalten. Der Gasgrill ist sehr viel praktischer: Er heizt schneller auf, erzeugt kaum Rauch, riecht angenehmer und der Schmutz der Holzkohle bleibt auch erspart. Deshalb eignet er sich besonders gut für einen Einsatz auf dem Balkon. Zudem kann kein Fett in die heiße Kohle tropfen, wodurch ein gesundheitsschädlicher Rauch entsteht, der sich auf dem Fleisch ablagern kann. 

Profis am Werk

Sehr viel professioneller wird das Grillen mit dem Gasgrill auch beim Laien: durch mehrere Gasflammen, die auf unterschiedliche Temperaturen eingestellt werden können, entstehen verschiedene Wärmezonen auf dem Grill, sodass gleichzeitig Fleisch, Würstchen und Gemüse gegrillt werden kann. Auch das indirekte Grillen fällt viel leichter, da die entsprechende Temperatur nur eingestellt werden muss, bevor der Deckel geschlossen wird. Bei einem Holzkohlegrill bedarf es hingegen sehr viel Arbeit und Erfahrung, um die Temperatur unter dem Rost konstant zu halten.

Aroma ist alles

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Bei einem Gasgrill erwärmt die Flamme meist Lavasteine oder auch Winkelstäbe aus Metall, die dann wiederum die Wärme an das Grillgut wiedergeben. Vielen entsteht deshalb der Eindruck, dass das Fleisch nicht authentisch nach Holz und Grill schmeckt. Deshalb wurde auch für den Gasgrill eine Methode entwickelt, Aroma ins Grillgut zu bekommen: eine perforierte Aluminiumtüte mit Holzchips kann beim indirekten Grillen mit auf das Rost gelegt werden, sodass das Holzaroma in das Fleisch ziehen kann. Besonders hochwertige Gasgrills verfügen zudem oftmals über eine sogenannte Aromaschiene, in die Flüssigkeiten wie Wein, Sud oder Bier eingefüllt werden können. Durch Verdunstung kann das Grillgut auch so aromatisiert werden.

Sicherheit beim Gasgrill

Trotz der Vorteile, die der Gasgrill bietet, haben viele Grillfreunde Angst vor dieser Methode. Sie haben Bilder von heftigen Stichflammen, Gasexplosionen und Bränden vor Augen. Ganz abwegig sind diese Befürchtungen nicht: Tropft Fett direkt auf den Brenner des Grills, so können tatsächlich Stichflammen entstehen. Auch alternde Schläuche sollten beobachtet werden: Sobald diese porös und undicht werden, müssen sie sofort ausgetauscht werden. Spätestens nach zehn Jahren ist ein Austausch Pflicht, aber auch vorher sollte der Schlauch vor jedem Grillen überprüft werden. Dazu kann man Seifenwasser auf den Gasschlauch aufsprühen. Wirft es an einer Stelle Blasen, ist der Schlauch undicht und muss unbedingt ersetzt werden. 

Der Kauf

Achten Sie beim Kauf Ihres Gasgrills darauf, dass er mit dem CE0085 Zeichen ausgestattet ist. Dieses garantiert, dass der Grill die europäischen Sicherheitsmindestanforderungen erfüllt. Dennoch müssen bei den Grills keine Schlauchbruchsicherungen und Überdruckregler verbaut werden. Für rund 40 Euro sollten Sie diese Teile selbst nachrüsten. Im Vergleich zu den recht hohen Kosten, die ein Gasgrill verursacht, ist diese Summe überschaubar. Zunächst ist der Gasgrill selbst sehr teuer: er kostet zwischen 100 und mehreren tausend Euro. Ganze Grillstationen mit der Möglichkeit zu Schmoren, Backen und Kochen gibt es ab rund 600 Euro. Zudem müssen regelmäßig Gasflaschen angeschafft werden, von denen Sie auch immer eine Reserve im Haus haben sollten.

 
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