Entspannung

Die Rückenmassage

Eine Rückenmassage löst mehr als nur Verspannungen und körperliche Blockaden - Sie kann den Startschuss für insgesamt mehr Wohlbefinden liefern

Rückenmassage Die Rückenmassage © Thinkstock/iStock

Die Rücken- und Stirnmassage

Sie kennen es sicherlich auch: Ein stressiger Tag im Büro, Alltagshektik, Sorgen, körperliche Überanspruchung und das Tragen schwerer Taschen fordern früher oder später ihren Tribut. Dann kommt es zu Verspannungen und Schmerzen. Eine Rückenmassage kann hier helfen, sich zu entspannen und den Störfaktor zu beseitigen. Viele Leute kennen das Gefühl des steifen Nackens und verhärteter Muskeln. Unbewusst wird die schmerzende Stelle gerieben, also höchste Zeit etwas gegen die umgangssprachliche Volkskrankheit zu tun!

Zunächst sollte die Ursache analysiert und geklärt werden, damit klar ist, ob das Problem mit einer Wellness- (bei leichteren Verspannungen) oder einer medizinischen Massage (bei stärkeren Problemen und Bewegungseinschränkungen) gelöst werden sollte. Bei falscher Diagnose und Behandlung können die Symptome schlimmstenfalls verstärkt werden. Vom Arzt verordnet oder angewandt werden Massagen bei Muskelverhärtungen, Erkrankungen und Syndromen des Bewegunsapparates, Sportverspannungen, schwacher Muskelleistung,posttraumatischen Veränderungen und Ischiasbeschwerden. Die Hauptwirkung der klassischen Massage kommt durch die Verbesserung der Blutzirkulation im Kreislauf und der damit einhergehenden besseren Sauerstoffversorgung und Stoffwechselaktivität.

Weitere positive Wirkungen

•    Lokale Steigerung der Durchblutung
•    Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz sowie der Blutzirkulation
•    Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe
•    Entspannung der Muskulatur, Haut und des Bindegewebes
•    Schmerzlinderung
•    Stärkung des Immunsystems durch Ausschüttung von Glücks- und Entspannungshormonen
•    Beeinflussung des vegetativen Nervensystems
•    Lösen von Verklebungen und Narben ( besonders wichtig nach Operationen)
•    Verbesserte Wundheilung
•    Einwirkung auf innere Organe über Reflexbögen
•    Psychische Entspannung
•    Reduktion von Stress und Anspannung (v.a.bei seelischem Ungleichgewicht)
•    Entspannung von Haut- und Bindegewebe
•    Lösen seelischer Blockaden

Was bedeutet Massage und wie funktioniert sie?

Das Wort Massage kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Kneten“. Daraunter versteht man die mechanische Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Druck-, Dehnungs- und Zugreiz. Ausgehend von der behandelten Stelle werden der gesamte Körper und auch die Psyche entspannt, da stets eine Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele stattfindet. Physische Entspannung geht meistens mit einer psychischen einher, wodurch weniger Stresshormone, wie Cortisol, produziert werden und der Körper noch mehr entspannt. Ein Kreislauf also, den es sich anzukurbeln lohnt. Die Rückenmassage ist eine klassische Massage, die zur Entspannung und zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder durchgeführt wird. Ausgeübt wird sie am hinteren Oberkörper, der Schulterpartie sowie im Nackenbereich und teilweise an Hals und Oberarmen. Diese Bereiche gelten als Hilfskörperteile der Stützmuskulatur des Torsos. Benutzt werden die Hände und bei der nicht-klassischen wahlweise auch Hilfsmittel wie Steine, Öle, Füße etc. Zudem wird zwischen direkter (klassischer) und indirekter Wirkungsweise unterschieden. Die direkte Massage zielt direkt auf den Anwendungsbereich (Haut, Muskeln und Unterschichten) der betroffenen Stelle ab. Sie ist durch die evidenzbasierte Medizin anerkannt. Die indirekte (reflektorische) Wirkungsweise beruht hingegen auf der Wirkung einer stimulierten Körperzone. Reize werden über sogenannte Reflexbögen weitergegeben.

Die Stirn als Wirkungszentrum

Wellness-Tipps
Frau macht Medical Fitness

Weitere Tipps rund um Massagen und Wellness finden Sie hier>>

Auch die Stirn sollte nicht unterschätzt werden: Neben der Tatsache, dass allgemein über die Haut und den darunter befindlichen Sinneszellen jegliche wohlige Berührung ans Gehirn weitergeleitet und dadurch das stressmindernde Hormon Oxytocin ausgeschüttet werden kann, können auch schmerzlindernde Endorphine produziert werden, die zudem noch glücklicher machen. In einigen indischen Religionen wird eine Stelle der Stirn als “drittes Auge“ bezeichnet, welches als übersinnliches Energiezentrum am Punkt des sechsten Chakras zwischen den Augenbrauen liegen soll. Unabhängig davon, ob Sie daran glauben oder nicht, ist es erwiesen, dass Massagen und als angenehm empfundene Berührungen und glücklicher und widerstandsfähiger und somit gesünder machen.

Stirnguss: Mit einem sanften Strahl fließt erwärmtes Öl über die Stirn, wodurch das gesamte vegetative Nervensystem beruhigt und ein tiefer gelöster Entspannungszustand herbeigeführt wird. Auch eine Selbst-Massage dieser Region ist möglich: Sie löst Verspannungen, regt den Lymphfluss an und verbessert den Gesichtsausdruck. Sie können sie problemlos selbst durchführen: Setzen Sie sich mit geschlossenen Augen auf einen Stuhl, legen Ihre Mittelfinger zwischen die Brauen an die Stirn und führen Sie diese mit Druck an den Augenbrauen entlang bis zur Schläfe und anschließend wieder zurück. Danach die Fingerkuppen  unterhalb der Augenbraue von innen nach außen entlangstreichen – dabei nicht zuviel Druck auf die Augenpartie ausüben! Im Anschluss gleitet man erneut oberhalb der Augenbrauen mit den Fingern bis zum äußersten Punkt der Brauen und dann weiter zum Haaransatz. Nun streicht man mehrmals mit leichtem Druck vom Haaransatz zu den Schläfen und legt abschließend eine Handfläche in voller Breite auf die Stirn und übt ganz leichten Druck aus. Neben der (Fuß-) Reflexzonenmassage ist diese Variante eine gute Alternative zur Rückenmassage, für die man eine zweite Person bräuchte. 

Werden Massagen vom Arzt verschrieben?

Bei einer krankhaften Verspannung ist es notwendig, einen Arzt oder Therapeuten zu Rate zu ziehen. Teilweise werden diese auch bezahlt. Damit eine Massage jedoch von der Krankenkasse übernommen wird, muss ein körperliches Leiden, wie beispielsweise ein Bandscheibenvorfall mit den damit verbundenen Schmerzen vorliegen. Dadurch wird eine Behandlung auch durch den sogenannten Heilmittelkatalog gerechtfertigt, der für die Erstverordnung maximal zehn Sitzungen (auf zwei Rezepte verteilt) vorsieht. Sind die Beschwerden dann nicht weg, darf der Arzt erneut zehn Massagetermine verordnen. Der Physiotherapeut macht aufgrund der ärztlichen Diagnose einen Befund und behandelt dann weiter. In der Regel werden sechs Sitzungen verschrieben.

Was kostet eine Rückenmassage?

Man kann jedoch auch ohne Rezept einen Physiotherapeuten und Chiropraktiker aufsuchen. Dann liegen die Preise durchschnittlich bei zehn bis fünfzehn Euro für 20 Minuten, beziehungsweise knapp einem Euro pro Minute. Grundsätzlich liegen die Massagepreise zwischen zehn und 150 Euro, je nach Dauer und Art der Anwendung sowie nach dem Ort wo sie ausgeführt werden. Wellnesscenter sind teurer als Physiotherapeuten. Und vielleicht kann Ihr Partner oder Ihre Freundin ja massieren?

Gesichtsmassage gefällig? Wir verraten Ihnen einige Tipps, wie Sie Ihre Liebsten verwöhnen können! >>