Unter Volldampf Schwitzen Sie sich fit!

Es muss nicht immer die Sauna sein: Fußbäder, warme Wickel oder heiße Schlammpackungen tun ebenfalls gut – und stärken das Immunsystem.

Badewanne Schwitzen Sie sich fit! © iStockphoto

Heiße Luft ist sehr gesund und stärkt das Immunsystem. Also ab in die Sauna? Nicht unbedingt. Denn unter Volldampf entspannen können Sie auch zu Hause.

Dampfbad

Wenn draußen die Herbststürme toben, machen Sie drinnen Ihrer Schnupfnase Dampf: Der Duft von Minze, Kamille, Teebaumöl befreit die Nebenhöhlen. So geht’s: zwei bis drei Tropfen eines ätherischen Öls in eine Schüssel mit heißem Wasser geben, vorsichtig über den auf steigenden Dampf neigen, Handtuch über den Kopf ziehen und ein paar Minuten tief durch die Nase ein- und ausatmen, Augen dabei schließen. Gegen Husten empfiehlt sich ein Kräuterdampfbad mit Schwarzkümmel. Nach dem Inhalieren ein bis zwei Stunden ausruhen. Auch wenn Sie nicht erkältet sind, können Sie sich ein Dampfbad zur Entspannung gönnen, mit aromatischen Ölen wie Orange, Jasmin oder Wildrose.

Künstliches Fieber

Im Winter sind wir besonders heiß auf ein wohltuendes Bad. Dabei wird nicht nur unsere Seele gewärmt, ein Abtauchen in der Wanne heizt auch den Abwehrkräften ein: Die Körpertemperatur steigt, das Blut zirkuliert besser, und das Immunsystem wird positiv beeinflusst. Die perfekte Wassertemperatur liegt bei 37 Grad und sollte langsam auf 40 Grad klettern. Mit einem Heublumenextrakt kann die wohlige Wirkung noch gesteigert werden. Zur vollen Entfaltung kommt dieses „künstliche Fieber“, wenn Sie nach dem Bad sofort ins Bett gehen: Hüllen Sie sich in Bademantel und Wolldecke, so kommen Sie schnell ins Schwitzen. Nach einer Stunde trockene Sachen anziehen – und dann richtig schön durchschlafen.

Schlammpackungen

Wer sich bereits mal im Wellnesshotel mit Heilschlamm, Moor oder Fango verwöhnen ließ, weiß, wie gut man sich nach so einer Behandlung fühlt. Haut, Muskeln und Bindegewebe werden erwärmt, Verspannungen lösen sich, Schmerzen verschwinden. Die Mineralstoffe im Schlamm helfen gegen Rheuma, algenhaltige Anwendungen wirken entschlackend und lindern Cellulite. Das geht aber auch zu Hause: Fertigpackungen aus Schlamm, Algen oder Moor zum Anrühren gibt es in Apotheken und Drogerien. Je nach Herstellerangabe wird die Masse im Wasserbad oder Backofen erwärmt, mit Pinsel oder Spachtel etwa zwei Zentimeter dick aufgetragen und mit warmen Tüchern oder Frischhaltefolie bedeckt. Das erhöht die wärmende Wirkung. Mindestens 20 Minuten einwirken lassen, anschließend ruhen.

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Autor:
Karin Riesterer