Zauber des Orients Alte Schönheitsrituale im Check

Wer in die märchenhafte Wellness-Welt des Morgenlandes eintaucht, bekommt nicht nur eine Haut wie Milch und Honig. Einige Schönheitsrituale sollen der Legende nach gute Geister anziehen

Alte Schönheitsrituale im Check Alte Schönheitsrituale im Check © ChaotiC_PhotographY-Fotolia

Allein der exotische Duft: blumig mit einem Hauch Gewürz. Er umschmeichelt die Sinne und entführt uns in eine andere Welt. Eine Welt voller Geheimnisse, voller Wohlgerüche, voller Leidenschaft. Eine Welt mit quirligen Basaren, leuchtenden Farben, Kalifen, Prinzessinnen aus 1001 Nacht. In dampfenden Bädern können wir diesen Zauber des Orients hautnah spüren. Besonders jetzt, im kalten deutschen Winter, eignen sich exotische Beauty- Anwendungen wunderbar als sanfte Stimmungsaufheller. Aromen von Vanille, Weihrauch, Sandelholz, Rose und Kardamom umhüllen uns wie ein wärmender Kaschmirpulli. Der Schaum von reinigender Olivenseife oder geschmeidige Tonerde sind Balsam für Körper – und Seele. Am besten, Sie probieren es gleich aus und entdecken mit uns die wohltuenden Schönheitsrituale des Morgenlandes. Sie werden sich dabei garantiert wie im Märchen fühlen.

Bade-Ritual

Rosen betören. Die stolzesten und fülligsten Exemplare stammen aus Syrien. Wie die wertvolle „Rose von Damaskus“. Um nur einen Tropfen ihres Öls zu gewinnen, verlieren ca. 30 prächtige Blumen ihren Kopf. Rosenöl ist reinste Beauty-Power: Es glättet den Teint, regt die Zellerneuerung an, beruhigt gerötete sowie gereizte Haut – und tötet sogar Bakterien und Viren ab. Ihr Duft enthält den natürlichen Glücksspender Phenylethylamin (PEA), der das Lustgefühl beflügelt. Mindestens 15 Minuten lang in einem mit Rosenblättern angereicherten Bad (z. B. „Rosen Bad“ von Dr. Hauschka, „Kiss of a Rose“ von tetesept oder „Rosenöl-Bad“ von Fette) – und Sie fühlen sich wie im siebten Himmel. Die ideale Wassertemperatur liegt bei 37 Grad. Die Blutgefäße werden erweitert, angespannte Muskeln gelockert. Ein weiterer orientalischer Bio-Schatz wächst im Atlas-Gebirge in Marokko: der Arganbaum, der seit 1998 unter UNESCO-Schutz steht. Pflegendes Öl wird durch Handpressung aus den geschälten Arganmandeln gewonnen. Es sieht aus wie flüssiges Gold und verwöhnt die Haut unter anderem mit viel Vitamin E. Die volle Wirkung entfaltet es, wenn es nach dem Bad in die noch feuchte Haut einmassiert wird (z. B. „Maroc Huile Sensuelle de Beauté“ von Daniel Jouvance oder „Körperbutter mit Arganöl“ von Florena).

Reinigungs-Ritual

Entschleiert dürfen sich orientalische Frauen laut Koran nur an zwei Orten aufhalten: zu Hause und im Hamam. Klar, dass im öffentlichen Bad immer viel los ist. Mindestens einmal die Woche legen sie sich auf den warmen Marmorstein und geben sich der angenehmen Schaumschlägerei mit Olivenseife hin. Ergebnis: eine Haut wie Milch und Honig. Aber neben der reinigenden hat es auch eine spirituelle Funktion: Das Ritual soll gute Geister anziehen, Glück bringen und festhalten. Speziell in Marokko treffen sich die Damen im Rasulbad. Auf ein Meersalz-Peeling folgt die orientalische Variante einer gepflegten Schlammschlacht. Der Körper wird mit Tonerde bestrichen, die beruhigendes Magnesium, Eisen, Kalzium und Kaolin enthält. Nach dem Abspülen im Dampf wird angewärmtes Rösenöl in die frisch gepeelte Haut massiert.

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