Kleine Heilpflanzenkunde: Melisse

Melisse: Schon damals nutzten die Menschen die Zitronenmelisse als Küchengewürz und Arzneipflanze. Sie kannten die beruhigende Wirkung speziell bei Verdauungsproblemen und Schlaflosigkeit.

Kleine Heilpflanzenkunde: Melisse

Ihren Namen verdankt die Melisse (Melissa Officinalis) der Honigbiene. Die alten Griechen entdeckten, dass der feine zitronenartige Duft der Pflanze eine große Anziehungskraft auf Bienen hat. Sie machten es sich leicht und gaben der Heilpflanze den gleichen Namen wie dem Insekt: „Melissa“. Schon damals nutzten die Menschen die Zitronenmelisse als Küchengewürz und Arzneipflanze. Sie kannten die beruhigende Wirkung speziell bei Verdauungsproblemen und Schlaflosigkeit. Heute weiß man, warum: Melissenblätter enthalten ätherisches Öl und über 50 Aromakomponenten. Präparate wie Teeaufgüsse, Flüssig- oder Trockenextrakte aus der Melisse (z. B. „Klosterfrau Melissengeist“) beruhigen und entkrampfen den Organismus und werden deshalb heute sehr vielseitig eingesetzt, beispielsweise bei körperlicher und emotionaler Erschöpfung.