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Kleine Heilpflanzenkunde: Sennespflanzen

Kleine Heilpflanzenkunde: Sennespflanzen

Schon im 8. Jahrhundert wusste man in Arabien und Afrika um die Heilkraft der Sennesblätter (SENNA ALEXANDRIA). Doch erst 800 Jahre später setzte Paracelsus die Pflanze aus der Familie der Johannisbrotgewächse zusammen mit Lauch und Wermut erfolgreich als Abführmittel ein. Die Blätter enthalten Sennoside, die sich als sogenannte natürliche Pro Drugs erst im Organismus in einen aktiven Wirkstoff verwandeln. Klinische Studien der letzten hundert Jahre konnten die Wirksamkeit wissenschaftlich belegen. Fertigtees aus Sennesblättern (z. B. „Midro“, Apotheke) oder Abführtabletten aus Sennes-Früchten sind rein pflanzlich, preiswerter als synthetische Mittel und wirken schonend, da die Sennoside nicht ins Blut aufgenommen werden. Ihre Wirkung setzt rund acht bis zehn Stunden nach Einnahme ein – und zwar gezielt im Dick- bzw. Enddarm