Kleine Heilpflanzenkunde

Wasserdost

Unscheinbarer Helfer gegen Erkältungen

Wasserdost

Stiefgeschwister haben’s oft schwer, das ist in der Welt der Heilpflanzen nicht anders. So steht der Wasserdost (Eupatorium perfoliatum) im Schatten des prominenten Sonnenhutes (Echinacea) und hat dabei eigentlich genauso viel drauf. Wenn das große Schniefen losgeht, greifen alle fleißig zu Sonnenhut-Präparaten. Dabei kann auch der zartrosa blühende Wasserdost bei Erkältungen hilfreich sein, denn auch er stärkt das Immunsystem. Schon die Indianer griffen bei Fieber und Mattigkeit zu der ursprünglich in Nordamerika beheimateten Pflanze. Für eine Tinktur eine Handvoll Blätter und Kraut (gibt’s nur in der Apotheke) mit Korn oder Weingeist übergießen, verschlossen zwei bis sechs Wochen ziehen lassen, dann filtern. Gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung stündlich 5 bis 10 Tropfen einnehmen (auch als Fertigpräparat erhältlich, z. B. von Klosterfrau).