Kleine Heilpflanzenkunde Kürbis

In Mittel- und Südamerika gehört der Kürbis zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen überhaupt

Kürbis Kürbis © zergkind-fotolia

In Mittel- und Südamerika gehört der Kürbis (Cucurbita) zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen überhaupt. Im 16. Jahrhundert brachten Seefahrer ihn mit nach Europa, hier entdeckte man seine heilende Wirkung. Die Samen wurden damals gegen Bandwürmer und Prostatabeschwerden genommen. Heute sind Kürbisse wissenschaftlich genauer untersucht: Sie bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und enthalten dabei kaum Fett 100 g haben gerade mal 27 Kalorien). Die Frucht beinhaltet dafür aber umso mehr wertvolle Vitamine und Mineralien. Sie ist reich an Provitamin A, den Vitaminen C und E sowie an Folsäure, Magnesium, Kalium, Calcium und Zink. Dadurch wirkt das Fruchtfleisch entwässernd und harntreibend. Außerdem stärkt es das Immunsystem und ist wichtig für die Sehkraft und den Hautstoffwechsel. Als pflanzliches Medikament (z. B. Granufink“, Apotheke) wird es heute vor allem bei Blasenschwäche, Prostatabeschwerden, Fettsucht, Gicht und Rheuma eingesetzt.