Naturmedizin Heilrezepte aus aller Welt

Auch bei der Gesundheit können wir von anderen Kulturen eine Menge lernen. Die traditionellen Anwendungen haben sich über Generationen bewährt.

Gemüse und Obst Heilrezepte aus aller Welt © iStockphoto

Aus Amerika: Blaubeeren bei Entzündungen im Mund

Zubereitung: 1 EL getrocknete Blaubeeren (aus dem Bio- oder Naturkostladen) mit 100 ml Wasser ansetzen, 10 Minuten kochen, durch ein Sieb abseihen und abkühlen lassen.

Anwendung: Mit der Lösung mehrmals täglich den Mund ausspülen (nicht herunterschlucken). Die enthaltenen Gerbstoffe und pflanzlichen Inhaltsstoffe hemmen Entzündungen, wirken antibakteriell und schmerzlindernd.

Aus dem Iran: Artischocken helfen bei Blähungen

Zubereitung: 1 TL klein geschnittene Artischockenblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Anwendung: Vor jeder Mahlzeit eine Tasse trinken, bis die lästigen „Winde“ nachlassen. Die in den fleischigen Blättern enthaltenen Wirkstoffe schützen auch die Leber.

Aus Tibet: Sanddorn bekämpft Erkältungsviren

Zubereitung: 1 kg frische Sanddornbeeren mit 50 g Zucker 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Durch ein Sieb streichen, aufkochen und heiß in Schraubflaschen abfüllen.

Anwendung: Jeden Tag 1 –2 Gläser trinken, vor allem in der Erkältungszeit. Sanddorn ist in Tibet seit mehr als 1200 Jahren bekannt und enthält siebenmal mehr Vitamin C als Zitronen sowie reichlich herzgesunde Fettsäuren.

Aus China: Ingwer als Kopfschmerzmittel

Zubereitung: 1 Messerspitze Ingwerpulver oder 3 –4 dünne Scheiben Ingwerwurzel mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, kurz aufkochen und 5 –7 Minuten ziehen lassen.

Anwendung: 3 –4 Tassen täglich trinken. Die Gingerole im Ingwer wirken wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure und helfen auch gegen Magenbeschwerden.

Aus Mexiko: Muskeln werden durch Chili locker

Zubereitung: Eine Chilischote fein hacken. Ein sauberes Tuch in heißem Wasser tränken, auswringen und die Stücke darauf verteilen.

Anwendung: Das eingeschlagene Tuch auf die schmerzenden Muskelpartien legen. Auch gut für überbeanspruchte Gelenke. Grund: Im Chili steckt Capsaicin. Dieser Wirkstoff fördert die Durchblutung, wärmt und lindert den Schmerz.

Aus Ägypten: Schwarzkümmel verhindert Sodbrennen

Zubereitung: 1 TL Schwarzkümmelöl (Apotheke, Reformhaus) in ein großes Glas Milch einrühren.

Anwendung: An drei Tagen hintereinander zur gleichen Zeit trinken. In dem Öl stecken Phytosterole sowie bestimmte ätherische Öle, die Entzündungen hemmen, den Blutdruck senken und Allergien lindern können.

Aus Südafrika: Rotbuschtee gegen Schlaflosigkeit

Zubereitung: 1 TL Rotbuschtee mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen. Tipp: Den Aufguss können Sie bis zu 3-mal verwenden.

Anwendung: 30 –60 Minuten vor dem Zubettgehen trinken. Die Inhaltsstoffe wirken beruhigend. Das enthaltene Fluor schützt außerdem vor Karies.

Aus Argentinien: Sellerie-Honig lindert Bauchweh

Zubereitung: Je 1 TL frische Staudensellerieblätter, Pfefferminzblätter, Zitronenmelisse, Fenchelsamen und Zimt sowie 1 Scheibe frischen Ingwer mit 250 ml Wasser übergießen, 4 Minuten kochen und abseihen.

Anwendung: Mit 1 TL Honig süßen und warm wie einen Tee trinken. Die Mischung hilft auch gegen Erkältung, Grippe und bei Sodbrennen.

Aus Kanada: Walnussblätter als Hautumschlag

Zubereitung: 6 TL getrocknete Walnussblätter (Apotheke) mit 200 ml kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen lassen, 3 –5 Minuten köcheln lassen. Ein sauberes Tuch mit dem Sud tränken.

Anwendung: Das Tuch direkt auf die betroffene Stelle legen. Die Gerbstoffe stoppen Entzündungen.

Aus Israel: Geriebene Zwiebel als Hustensaft

Zubereitung: 1 mittlere Zwiebel reiben, in ein leeres Marmeladenglas füllen und 3 EL dunklen Honig unterrühren. Das Glas verschließen und 6 Stunden ruhen lassen, damit sich genug Zwiebel-Honig-Saft bilden kann.

Anwendung: Mehrmals täglich 1 – 2 TL Saft einnehmen. Die Wirkstoffe der Zwiebel beruhigen die Bronchien und bekämpfen Bakterien.