Kleine Heilpflanzenkunde Hagebutte

Die Zierpflanze mit harntreibender Heilkraft

Heilpflanze Hagebutte Hagebutte © Horst Lünser

Bereits im Mittelalter schätzte man die harntreibende Heilkraft der Hagebutte (rosa canina). Dennoch war sie zunächst vor allem als Zierpflanze in den Gärten von Schlössern und Burgen zu finden. Ihre imposanten Sträucher werden bis zu fünf Meter hoch und tragen im Spätsommer die bekannten roten Früchte, die erst im Oktober und November geerntet werden sollten. Die Hagebutte gilt in der Pflanzenheilkunde heute als ein echter Alleskönner. Sie ist eine Vitamin-C-Bombe: Bei Erkältungen und Fieber hat ihr Tee einen angenehm erfrischenden Effekt und stärkt zudem das Immunsystem. Außerdem wirkt der Tee leicht abführend, was bei vielen Krankheiten die Ausscheidung von angesammelten Giftstoffen aus dem Körper fördert. Auch wer unter Nieren- und Blasenproblemen leidet, erfährt Linderung. Selbst Arthroseund Rheumakranke können sich dank der entzündungshemmenden Stoffe in Hagebuttenextrakten (z. B. in „Litozin“, Apotheke) mit weniger Schmerzen bewegen.

 
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