Kleine Heilpflanzenkunde Hagebutte

Die Zierpflanze mit harntreibender Heilkraft

Heilpflanze Hagebutte Hagebutte © Horst Lünser

Hagebutten helfen bei Arthrose. Klingt das für Sie unglaubwürdig? Tatsächlich enthalten die roten Früchte, die am häufigsten getrocknet als Pulver oder als heilsamer Tee Anwendung finden, eine große Menge an Vitaminen, Mineralien und anderen wichtigen Inhaltsstoffen. Welche das genau sind und welche Krankheiten das Hagebuttenpulver außerdem lindert, lesen Sie hier.

Zierpflanze mit überraschender Heilkraft

Bereits im Mittelalter schätzte man die Wirkung der Hagebutte als natürliches Hausmittel und dabei insbesondere ihre harntreibende Kraft. Als Frucht der Rosa canina, auch Hundsrose genannt, war die Hagebutte aber zunächst vor allem als Zierpflanze in den Gärten von Schlössern und Burgen zu bewundern. Ihre imposanten, bis zu fünf Meter hohen Sträucher tragen hübsche Blüten und im Spätsommer die roten Früchte, die von Oktober bis November geerntet werden. Heute gilt die Hagebutte Studien der Pflanzenheilkunde zufolge als echter Alleskönner, der bei Schmerzen, Erkältungen, Fieber und sogar Arthrose Abhilfe schaffen kann.

Warum ist Hagebutte gesund? 

Was Hagebuttenpulver als Nahrungsergänzungsmittel so wertvoll macht, ist die Vielzahl wertvoller Wirkstoffe. Außer Vitamin C verfügt Hagebuttenpulver auch über einen hohen Anteil an Ballaststoffen, Vitamin A, Mangan, Vitamin K, Vitamin E, Kalzium und Magnesium. Wenn Sie täglich Hagebuttenpulver zu sich nehmen, sei es als Tee oder als süßen Brotaufstrich wie Marmelade oder Konfitüre, beugen Sie daher dem allgemeinen Risiko von Entzündungen vor.

Hagebutten beugen Arthrose vor

Eine elementare, positive Auswirkung übt die Hagebutte auf unsere Gelenke aus. Die häufigste Gelenkerkrankung beim Menschen ist der verfrühte Verschleiß der Knorpel und Gelenke, die Arthrose. Besonders häufig sind Hüfte, Wirbelsäule, Knie und die Gelenke unserer Hände von der schmerzhaften, die Beweglichkeit einschränkenden Arthrose betroffen. Die Pflanzenheilkunde sieht es als erwiesen an, dass die Anwendung der roten Hagebutte das Risiko für Arthrose minimiert. So wirkt sich die Einnahme von Hagebuttenpulver und Tee Studien zufolge lindernd auf Schmerzen und Morgensteifigkeit aus. Darüber hinaus konnte das allgemeine Wohlbefinden der Probanden verbessert werden. Auch Patienten, die bereits an Arthrose oder Rheuma erkrankt waren, konnten sich dank der entzündungshemmenden Stoffe im Hagebuttenpulver, das in den meisten Apotheken erhältlich ist, mit weniger Schmerzen bewegen. Das Geheimnis der getrockneten Frucht der Rosa canina: In den getrockneten Früchten ist ein Stoff enthalten, der verhindert, dass sich in unseren Zellen sogenannte freie Radikale bilden. Das stärkt den Zellaufbau.

Tee für das Immunsystem

Hagebuttenpulver weist als Nahrungsergänzungmittel einen besonders hohen Gehalt von Vitamin C auf. Die Einnahme von Hagebuttenpulver oder Tee - beides wird aus getrockneten Hagebutten gewonnen - stärkt daher die menschliche Gesundheit und vor allem das Immunsystem. Seine gesundheitsfördernde Wirkung wird besonders bei Erkältungen und Fieber deutlich. Auch wer unter schlechter Haut oder unter Nieren- und Blasenproblemen leidet, erfährt dank Hagebuttenpulver Linderung. Hagebuttentee wirkt zudem sanft abführend, was die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper fördert. Dies ist im Falle einer Krankheit genauso wichtig wie für Menschen, die sich bester Gesundheit erfreuen.  

Wie schmeckt Hagebutte?

Sauer macht lustig: Neben dem Vitamingehalt ist die Hagebutte noch in einem anderen Punkt sehr stark, nämlich im intensiv sauren Geschmack. Dabei schmeckt sie aber sehr fruchtig. Roh sollte man Hagebutten nicht probieren. Neben dem erwähnten Pulver und dem handelsüblichen Tee gibt es aber Rezepte für Hagebuttenmark, Konfitüre aus Hagebutten und sogar Hagenbuttensuppe. Hier finden Sie eine Vielfalt toller Hagebutten-Rezepte >>

 
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