Gut abgehärtet: Kneipp-Therapie

Alternative Heilmethoden im Check: Kneipp-Therapie

Kaltes und warmes Wasser im Wechsel – diese Heilmethode ist günstig, sanft, aber vor allem: für jeden einfach umzusetzen.

Alternative Heilmethoden im Check: Kneipp-Therapie

Der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821–1897) gilt als einer der Urväter der sogenannten Hydrotherapie. Als er mit 24 Jahren an Tuberkulose erkrankte, heilte er sich selbst mit kurzen Bädern in der halb zugefrorenen Donau. Das eisige Nass kurierte nicht nur seine Krankheit, es bestimmte fortan auch sein Leben. Sein Buch „Meine Wasserkur“ machte ihn in kürzester Zeit weltberühmt.

Wie funktioniert die Therapie?

Über 100 Wasseranwendungen zählt die Kneipp’sche Hydro- und Bädertherapie. Dazu gehören Armund Nackengüsse, Abreibungen, Ganz-, Teil- und Bürstenbäder sowie Wickel, teils mit Zusätzen wie Lehm, Quark, Heublumen oder Essig. Die Wärme- oder Kältereize des Wassers haben das Ziel, den Körper abzuhärten und Kreislauf und Nervensystem zu regulieren. Später hat Kneipp seine Heilmethode erweitert. „Die Wasseranwendungen sind eingebettet in ein ganzheitliches Konzept, zu dem auch Heilpflanzen, Bewegung und Ernährung gehören“, erklärt Naturheilkunde- Experte Jörg Grünwald. Heute wird meist nur die Hydrotherapie begleitend zu anderen Behandlungen eingesetzt.

Wann kann sie helfen?

Bei Leiden, die den Alltag einschränken, wie Kopfschmerzen, Schlafproblemen, Allergien, Infektanfälligkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkbeschwerden. Kneipp-Therapie wirkt außerdem vorbeugend. Ihre Anwendungen können zudem die Gefahr verringern, bereits bestehende Leiden zu verschlechtern.

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