Naturheilkunde Heilpflanzen für Frauen

Die Natur bietet alles, mit dem sich kleine Beschwerden lindern lassen. Getrocknete Kräuter helfen als Tee, Umschlag oder Badezusatz.

Heilpflanzen für Frauen Heilpflanzen für Frauen © iStockphoto

Wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen, dann legen Sie sich auf eine blühende Wiese, umgeben von frischer Luft und den Strahlen der Sonne. Das ist nicht nur entspannend, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Schon fünf Minuten im Grünen genügen, um unsere Seele zu beglücken. Das ergab eine britische Studie. Noch größer ist der Heileffekt der Inhaltsstoffe von Blüten und Kräutern: Denn Blumenwiesen bieten eine Fülle unterschiedlicher Pflanzen, die nachweislich eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Davon können besonders Frauen profitieren.

Und es sind vor allem auch Frauen, die seit Jahrhunderten um die Heilkraft von Kräutern und Blüten wissen und die ihre Kenntnisse weitergeben. Heute vertrauen 79 Prozent der deutschen Frauen auf Phytopharmaka, also auf Arzneimittel pflanzlicher Herkunft. Zu Recht, denn gerade bei Frauenleiden haben sie sich bewährt. Viele leichte Beschwerden lassen sich damit gut behandeln. Wer mag, kann viele Heilpflanzen selbst sammeln, trocknen und zubereiten. Tipps dazu gibt Kräuterexpertin Christel Berweiler. Alternativ: getrocknete Kräuter aus der Apotheke.

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„Die Schätze unserer Erde neu entdecken“

Zurzeit ernten wir Schafgarbe, die als Unkraut gilt. Sie wirkt entkrampfend und entgiftend“, erklärt Christel Berweiler. Die 51-jährige gelernte Drogistin kennt sich aus mit dem Grünzeug direkt vor unserer Haustür. Auf sechs Hektar wächst bei ihr in Stuttgart- Mühlhausen das, was andere am liebsten mit Stumpf und Stiel ausreißen, wie Giersch, Brennnesseln, Löwenzahn. Seit 2002 baut sie mit ihrem Mann Dieter, Heilpraktiker und Gartenbauingenieur, Kräuter in seinem ehemaligen Gemüsegewächshaus an. Rund 600 Arten gedeihen hier, jede mit einer ganz bestimmten Heilkraft. Christel Berweiler sieht sich als Entwicklungshelferin: „Wir müssen die Schätze unserer Erde neu entdecken und für unsere Gesundheit nutzen!“ Weitere Informationen unter www.calendula-kraeutergarten.de

Das rät die Kräuterexpertin:

  1. Das Kraut mit Schere oder Messer abschneiden. Einen Trieb stehen lassen, so kann die Pflanze neu austreiben.
  2. Wegen der Schadstoffbelastung nicht am Straßenrand oder in der Nähe von bewirtschafteten Äckern ernten.
  3. Küchenkräuter vor der Blüte ernten – oft ver ändern sie danach ihren Geschmack und können bitter oder holzig werden.
  4. Frische Kräuter direkt vor dem Verbrauch schneiden – sie werden schnell welk und verlieren ihr Aroma. Wichtig: Nur gesunde, einwandfreie Pflanzenteile verwenden!
  5. Sammeln Sie nur, was Sie kennen. Im Zweifel lieber stehen lassen, denn Kräuter können giftig sein!

 

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