Harmonischer leben Bach-Blüten für die Seele

Ist ein Kraut gegen negative Gefühle gewachsen? Der Arzt Edward Bach glaubte daran. Seine Blütenessenzen sollen den inneren Stress lindern. Hier die wichtigsten „Seelenhelfer“.

Bach-Blüten für die Seele © Jalag Syndication

Kummer, Wut und Neid können auch körperlich krank machen. Was sich wie ein Lehrsatz der modernen Psychosomatik anhört, vertrat der englische Arzt Edward Bach schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er glaubte fest an die Auswirkungen von „Charakterschwächen und negativen Gemütsverfassungen“ auf unsere Gesundheit. Wie Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, war er der Ansicht, dass der Patient und nicht die Krankheit behandelt werden muss. Mit Pflanzenkenntnis und Intuition wählte er wild wachsende Blumen und Bäume aus und ordnete jeder Gemütsverfassung eine Essenz aus deren Blüten zu. Diese soll die Seele ins Gleichgewicht bringen, die Selbstheilungskräfte stärken und Krankheiten vorbeugen.

Die Vorteile der sanften Methode: Sie hat keinerlei Nebenwirkungen und ist für jeden leicht anwendbar. Auch für Kinder und Schwangere ist sie geeignet. Noch heute werden die 37 Blütenessenzen mit reinem Quellwasser nach Bachs Vorgaben hergestellt. Bei Mount Vernon in England (dort sammelte Bach vor 80 Jahren die Pflanzen) werden die Blüten frischer Pflanzen in einer mit Wasser gefüllten Schale über mehrere Stunden der Sonne ausgesetzt; oder, falls sie sehr früh im Jahr blühen, zusammen mit Pflanzenteilen einige Zeit in Wasser gekocht. Die heilenden Energien und Schwingungen, an die Bach-Blütler glauben, sollen bei diesem Prozess auf das Wasser übergehen, das schließlich stark verdünnt mit einem Alkohol-Wasser-Mix in Fläschchen abgefüllt wird. Chemische Wirkstoffe sind auch mit modernsten Untersuchungsmethoden nicht mehr darin nachzuweisen.

„Wodurch Bachblüten wirken, wissen wir bis heute nicht, wir vermuten, über physikalische Informationen“, sagt die Münchner Heilpraktikerin Sigrid Schmidt. „Aber sie haben offensichtlich eine Wirkung, auch bei Menschen, die nicht daran glauben.“ Das beobachtet sie in ihrer Praxis immer wieder. Mit Bach-Blüten behandelt werden auch körperliche Beschwerden, die ihre Ursache in der Psyche haben können, wie Bauchschmerzen oder Haarausfall. Je nach Persönlichkeit und individueller Situation braucht dabei jeder eine spezielle Blütenessenz. Mit dieser Therapie kann man aber weder schwere seelische Störungen noch Krankheiten heilen, wenn diese bereits mit organischen Schäden einhergehen. „Bach wollte, dass die Menschen sich bewusst mit ihren Problemen auseinandersetzen“, sagt Sigrid Schmidt. Und diesen Effekt hat die Therapie allemal: Wir denken über uns selbst nach, nehmen ungute Gefühle und störende Befindlichkeiten aufmerksamer wahr. Bach-Blüten unterstützen dabei, diese dann zu ändern. „Aber verändern müssen wir uns dafür letztendlich selbst“, sagt die Heilpraktikerin.

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Autor:
Klara Kleemann