Ernährung

Glutamat: Geschmack zulasten der Gesundheit?

In vielen Lebensmitteln und Fertiggerichten ist der Geschmacksverstärker verarbeitet. Er macht fast jedes Gericht würziger, aber wie wirkt sich das auf unsere Gesundheit aus?

Chips mit Glutamat - Wissenswertes über Glutamat Glutamat: Geschmack zulasten der Gesundheit? © Thinkstock

Viele asiatische Restaurants werben inzwischen mit dem Slogan „ohne Glutamat“. Denn nur, wenn kein Geschmacksverstärker verarbeitet wird, lässt sich beurteilen, ob der jeweilige Koch auch wirklich schmackhafte Gerichte zaubern kann. Aber ist Glutatamt wirklich so schädlich? Schließlich findet es auch massenhaft auf Chips, in Fertigerichten und -saucen Verwendung.

Glutamat befeuert den Appetit

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Viele kennen das Phänomen: Einmal von der Chipstüte genascht und schon ist man kaum noch zu bremsen. Im Zweifelsfall isst man weiter, bis die Tüte leer ist. Das kann sich auf Dauer natürlich auch auf der Waage bemerkbar machen. Glutamat wirkt im Gehirn fast wie ein Rauschgift. Anders als viele andere Drogen setzt es dort aber keine Endorphine frei, sondern wirkt appetitanregend. Das erklärt auch, warum wir von bestimmten Lebensmitteln nicht genug bekommen können.

Nebenwirkungen von Glutamat

In Tierversuchen und Feldstudien mit Probanden konnte nachgewiesen werden, dass ein gesteigerter Verzehr von Glutamat zu Migräne, Herzklopfen, Bluthochdruck oder Schweißausbrüchen führen kann. Manche Menschen entwickeln auf Dauer sogar eine Glutamat-Allergie, die bei Verzehr von Glutamat zu epileptischen Anfällen oder Atemproblemen führen kann.

Den Geschmacksverstärker vermeiden

Wer wenig oder kein Glutamat zu sich nehmen möchte, sollte beim Einkauf Vorsicht walten lassen. Selbst wenn auf einer Packung „frei von Geschmacksverstärkern“ angegeben ist, bringt der Blick auf die Liste mit den Inhaltsstoffen mehr Klarheit. Denn oft ist in solchen Fällen Hefextrakt verarbeitet, der ebenfalls Glutamat enthält. Eine andere Bezeichnung für Glutamat ist zum Beispiel Mononatriumglutamat.

Natürliches Glutamat

In manchen Lebensmitteln kommt Glutamat ganz natürlich vor. Meist sind dies fermentierte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Parmesan oder Sojasauce. Diese werden aber meist in nur geringer Menge zum Essen gegeben, sodass sie nicht für eine Beinträchtigung der Gesundheit sorgen.

 
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