Allergien Allergien - werden wir immer empfindlicher?

Nickel, Eichenmoos oder Konservierungsstoffe – auf einige Substanzen reagiert unsere Haut mit allergischen Ausschlägen. Der Hauptgrund: eine buntere und duftendere Welt

Allergien - werden wir immer empfindlicher? Allergien - werden wir immer empfindlicher? © Anton Gvozdikov-Fotolia

Sie ist unverwüstlich und seit Jahren das absolute Lieblingsstück: die Jeans, die schon alles mitgemacht, die einen überallhin begleitet hat. Und von einem Tag auf den anderen tauchen nach dem Tragen diese juckenden, kleinen roten Stellen am Bauch auf. Genau da, wo die Knöpfe sind.

15 bis 20 Prozent aller Deutschen leiden unter einer Kontaktallergie, so die Zahlen des Informationsverbundes der Dermatologischen Kliniken (IVDK). Und die Zahl der Allergiker steigt. Werden wir empfindlicher oder hat dieser Anstieg andere Gründe? „Wir entwickeln zwar insgesamt nicht mehr unterschiedliche Kontaktallergien, aber bestimmte Kontaktallergien werden häufiger. Das liegt jedoch nicht daran, dass unser Körper empfindlicher reagiert, denn die Neigung, eine solche Allergie auszubilden, ist höchstwahrscheinlich genetisch festgelegt“, sagt Professor Axel Schnuch, Dermatologe und Leiter der Zentrale des IVDK. „Duftstoffallergien etwa haben zugenommen, Chromatallergien hingegen sind weniger geworden, da der Stoff seltener verwendet wird.“ Die vielen Produkte, mit denen wir heute ständig hantieren, haben immer mehr unterschiedliche Inhaltsstoffe: Konservierungsmittel, Duftstoffe oder Metalle – alles allergene Substanzen. Es ist leider so: Je bunter und vielfältiger unsere Welt wird, umso größer wird auch das Risiko, dass wir auf einen Inhaltsstoff eine Allergie entwickeln.

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Autor:
Susanne Strätz