Ein gesundes Maß an Vitamin D Vitamin D - Bodyguard im Blut

Es soll Körper, Knochen und Geist stärken, sogar Krebs abwehren. Aber wie viel brauchen wir von dem Wundernährstoff Vitamin D?

Vitamin D Vitamin D - Bodyguard im Blut © iStockphoto

Wäre unser Organismus ein Krankenhaus, dann hätte Vitamin D den Job des neuen Chefarztes: Kein anderer Stoff hat in den letzten Jahren eine so steile Karriere hingelegt wie dieses Vitamin. Studien zufolge soll es nicht nur die Knochen stärken, sondern auch chronischen Krankheiten vorbeugen, das Immunsystem fit machen und bösartige Tumore unterdrücken.

Anders als Vitamin C, das es reichlich in Zitrusfrüchten gibt, ist Vitamin D allerdings schwerer zu bekommen. In großen Mengen steckt es nur in Lebertran und fettem Fisch wie Lachs und Hering – Lebensmitteln also, die nicht jeder zu seinen Lieblingsspeisen zählt. Zudem wird der größte Teil des Vitamins, das unser Körper in ein Hormon umwandelt, mit Hilfe der Sonne gebildet. Im Winter dringt von der dazu notwendigen UV-B-Strahlung allerdings nur wenig durch die Haut. Sind wir also alle unterversorgt?

Über diese Frage streiten die Experten. Legt man die Maßstäbe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an, reichen 200 sogenannte Internationale Einheiten pro Tag aus: So gerechnet, hätten mindestens 15 Prozent der Deutschen zu wenig Vitamin D im Blut. Allerdings setzen andere Länder die Mindestgrenze gar bei 600 Einheiten an. Der Vitaminforscher und Buchautor Professor Jörg Spitz („Das Sonnenhormon“) hält in den Wintermonaten über 80 Prozent der Deutschen für unterversorgt: „Schuld ist unser Lebensstil.“ Während frühere Generationen ihren Alltag weit häufiger draußen verbrachten, bekommen Büroarbeiter die Sonne oft nur am Wochenende zu sehen. So kann der Körper viel weniger Vitamin D bilden, als er bräuchte. Mit der Folge, dass sich chronische Krankheiten vermehrt ausbreiten.

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Autor:
Michael Aust