Für Shampoo, Pudding & Co.

So werden Verdickungsmittel hergestellt und verwendet

Shampoo, Pudding & Co.: So werden Verdickungsmittel hergestellt und verwendet. Wir zeigen, wie Sie damit sogar abnehmen können!

Verdickungsmittel - So werden Verdickungsmittel hergestellt und verwendet So werden Verdickungsmittel hergestellt und verwendet © Thinkstock

Viele Lebensmittel enthalten Verdickungsmittel. Doch was genau verbirgt sich hinter Verdickungsmitteln und wozu werden sie verwendet? Oft benutzt man sie in der eigenen Küche, um verschiedene Zutaten miteinander zu verbinden. So helfen Gelatine oder Gelierzucker bei der Herstellung von Marmelade oder Gelees, die Mehlschwitze ist bei der Bindung von Soßen von großem Nutzen. So erzeugt man eine angenehme Konsistenz der Lebensmittel, sie werden „stabil“. 

Wesentlich häufiger lässt sich die Verwendung von Verdickungsmitteln in der Industrie finden. So werden beispielsweise Brotaufstriche streichfähig und der Pudding erhält die uns bekannte Konsistenz. Besonders bei tiefgekühlten Waren werden oftmals Verdickungsmittel benutzt. So kommen sie auch bei der Produktion von Eis zum Einsatz: Hier werden häufig pflanzliche Schleimstoffe wie Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl als Zusatzstoffe benutzt. Diese Stabilisatoren sorgen dafür, dass sich das Wasser bindet und das Eis nicht so schnell flüssig wird. 
 

Natürliche und künstliche Verdickungsmittel

Die Verwendung von Stabilisatoren muss sich in der Regel in der Zutatenliste wiederfinden lassen. Man unterscheidet in zwei Arten: Bei manchen handelt es sich um natürliche Stoffe – hierzu zählen unter anderem Johannisbrotkernmehl, Pektin und Guarkernmehl. Andere wiederum, wie beispielsweise Hydroxypropyldistärkephosphat (E 1442), werden künstlich hergestellt. Hier handelt es sich um eine chemisch modifizierte Stärke. Auch diese muss als Information für den Verbraucher vermerkt werden. Rohstoffe für diese Stärke sind Pflanzen wie Kartoffeln, Weizen oder Mais. 
 

Diät mit Xanthan

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Mittlerweile werden bestimmte Verdickungs- und Bindemitteln auch in Diätpläne integriert. Ein Beispiel ist Xanthan: Es besteht aus Mehrfachzucker (Glucose, Mannose und Glucuronsure), wird auch als langkettiges Kohlenhydrat bezeichnet und aus Bakterien hergestellt. Der Zusatzstoff Xanthan kann als Ballaststoff gelten, weil er vom Körper nicht verstoffwechselt wird. Das Besondere: Xanthan ist kalorienarm und kann gut in einen Low-Carb-Speiseplan integriert werden.  Allgemein gilt er als unbedenklich, bislang sind keine Risiken bekannt. Jeder kann das weiße Pulver in Reformhäusern oder in diversen Internetshops erwerben. In  bestimmten Mengen ist Xanthan auch für Bio-Produkte wie beispielsweise Gummibärchen zugelassen, bei übermäßigem Verzehr kann es jedoch abführend wirken. Über die Wirkung von Xanthan in Bezug auf das Abnehmen wird immer wieder viel diskutiert. 
 

Verwendung auch für Kosmetikprodukte

Einige Menschen reagieren allergisch auf Zusatzstoffe und manchmal ist der Auslöser nur schwer ausfindig zu machen. Schließlich ist die Liste von verwendeten Zusatzstoffen bei vielen Produkten recht lang. Eine gesunde Alternative ohne Risiko: Auf frische Lebensmittel setzen! 
 
Verdickungsmittel werden übrigens nicht nur in Lebensmitteln verwendet. Stärkebasierte Bindemittel lassen sich auch häufig in Kosmetikartikeln finden – zum Beispiel in Shampoos, Duschbädern und Flüssigseife. Auch in der Pharmazie und in Reinigungsmitteln kommen sie häufig zum Einsatz.