Gesundheit

Extremes Übergewicht: Ursachen und Hilfe

Extremes Übergewicht kann eine hohe Belastung für die Gesundheit sein. Wir gehen den Ursachen auf den Grund und geben Tipps, wie Übergewicht vermieden werden kann.

Frau steht auf Waage - Wir gehen den Ursachen auf den Grund und geben Tipps, wie Übergewicht vermieden werden kann Extremes Übergewicht: Ursachen und Hilfe © Thinkstock

Massives Übergewicht ist längst kein Phänomen mehr, dass nur in der Fast-Food-Nation Amerika vorherrscht. Auch in Deutschland sind laut einer Studie der Bild Zeitung 66 % der Bevölkerung übergewichtig. Die Bundesrepublik landet somit auf Platz vier der "dicksten Länder der Welt". Sogar viele Kinder leiden schon an Übergewicht. Laut der Zeitschrift Stern ist jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig.

Gründe für extremes Übergewicht

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Ein Grund für das zunehmende Übergewicht unter Kindern und Erwachsenen sind die veränderten Lebensgewohnheiten. Während vor einigen Jahrzehnten der Anteil an körperlicher Arbeit im Berufsleben noch rvergleichsweise hoch war, sind die meisten von uns heute zu reinen Schreibtischtätern geworden. Auch viele Kinder verbringen nach der Schule viel Zeit vor dem Computer oder Fernseher. Bewegung an der frischen Luft findet wenig statt. Wenn dann noch eine energiereiche Ernährung auf genetische Veranlagung trifft, ist das Übergewicht quasi vorprogrammiert. Wird das Übergewicht krankhaft, spricht man von Fettsucht oder auch Adipositas.

Adipositas

Viele Adipositas-Erkrankte erleben, dass ihre Krankheit als Ausdruck von Willensschwäche gesehen wird. Meist liegt die Ursache aber eher in mangelnder Bewegung und falscher Ernährung. Wenn die Energiezufuhr höher ist, als Energie vom Körper verbrannt wird, kommen schnell neue Pfunde hinzu. Ab einem Body Mass Index (BMI) von 25 gilt ein Mensch als übergewichtig. Von einer Adipositas spricht man bei einem BMI von 30. Bei einer Größe von 1,70 Meter wären das 86 Kilogramm. Knapp ein Viertel der deutschen Bevölkerung ist adipös. Eine Veranlagung an Adipositas zu erkranken, kann genetisch bedingt sein.

Folgen der Fettleibigkeit

Fettleibigkeit führt zu einer eingeschränkten Lebensqualität und erhöht das Sterblichkeitsrisiko. Oftmals kann Atemnot entstehen oder die Gelenke und der Rücken durch die höhere schmerzen. Schon bei wenig Anstrengung geraten adipöse Menschen ins Schwitzen. Der Schweiß setzt sich in den Hautfalten ab und kann hier zu einer Pilzinfektion führen. Darüber hinaus ist die seelische Belastung nicht zu unterschätzen: Viele Menschen regaieren auf fettleibige Menschen ablehnend. Im schlimmsten Fall kann dies bei den Betroffenen zu Depressionen führen. Auf Dauer sind auch Folgeerkrankungen, wie Diabetes, hoher Blutdruck, Gallensteine oder Herz-, Kreislauferkrankungen auftreten.

Hilfe

Der erste Schritt zur Gewichtsreduktion ist das Eingeständnis, dass man auf Hilfe angewiesen ist. Als erster Schritt könnte eine Therapie in Frage kommen. Hier bekommt man als Erstes ein paar wichtige Informationen zur geffühlt aussichtslosen Lage. Gespräche mit anderen Betroffenen und aufbauende Worte können schon einiges bewirken. Im Team wird über Ängste, Befürchtungen und Erlebtes gesprochen. Es wird zusammen an einer Lösung gearbeitet, sowie an einer Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Gegenseitige Stärkung ist sehr fördernd. Dann hängt es jedoch von der einzelnen Person ab, was daraus gemacht wird. Eine Verabredung mit Therapie-Kollegen zum Nordic-Walking oder Fitness kann behilflich sein.

Wenn Ernährungsumstellung und vermehrte Bewegung keine Wikrung zeigen, ist eine Magenverkleinerung eine Option. Die Operation wird aber erst durchgeführt, wenn alle anderen Versuche gescheitert sind und der Patient seit über fünf Jahren einen BMI von über 40 hat. Wenn ein adipös Erkrankter sich für ein Magenband, einen Magenballon oder eine Magenverkleinerung entscheidet, sollte er sich den Risiken und Folgen bewusst sein. So eine Operation ist vor allem bei Fettleibigen eine hohe, körperliche Belastung. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Körpergewicht nach der Magenreduktion langsam zu senken und anschließend stabil zu halten. Der Patient muss sein Leben nach dieser Operation also auch umstellen. Ein Ernährungs- und Fitnessplan muss erstellt und dauerhaft umgesetzt werden. Erfolge stärken den Wille und auf lange Sicht das Selbstbewusstsein!

 
Autor:
Pauline Edert