Gesundheit

Tipps gegen Frieren

Frieren? Nicht mit mir! Minusgrade und Schmuddelwetter können uns nichts anhaben – die besten Kniffe gegen die Kälte.

Tipps gegen frieren Tipps gegen Frieren © Photodisc/ Thinkstock

Zwiebel-Look und Mütze

Ungeschützte Körperteile geben Wärme ab, deshalb immer Handschuhe und Mütze überziehen. Vor allem die gut durchblutete Kopfhaut ist kälteempfindlich – rund fünfmal mehr als die der Beine. Und: Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke. Die Luftkammern zwischen den einzelnen Lagen wirken isolierend.

Daunen und Angora

Ideal sind Enten- und Gänsedaunen, weil sie besonders viel Luft und Wärme speichern. Damit vergleichbar sind die aus Kunstfasern hergestellten Primaloft-Füllungen. Die Kombination von Fleece und Hightech-Gewebe wie Gore-Tex wärmt nach innen, ist nach außen robust und wetterfest. Pullis aus Schafwolle sowie Angora-Unterwäsche wärmen nicht nur, die Fasern leiten auch Feuchtigkeit vom Körper weg.

Größere Schuhe

Der Puffer-Effekt der Luft wirkt auch bei Schuhen. Sie sollten im Winter gefüttert sein und gern zwei Nummern größer als normal. Bewegungslose Zehen in engen Schuhen können bei eisigen Temperaturen schon nach 30 Minuten Erfrierungserscheinungen zeigen. Am besten mehrere Socken übereinanderziehen und thermoisolierte Einlegesohlen benutzen.

Die richtige Farbe

In der Farbpsychologie und -therapie geht man schon lange davon aus, dass rote Kleidung besser wärmt als etwa blaue. Derzeit untersuchen Forscher der Hochschule Wismar, wie Farben auf Psyche und Organismus wirken. Man weiß, dass Farben das vegetative Nervensystem über Augen und Haut anregen. Rot vertieft demnach die Atmung und beschleunigt den Stoffwechsel. Machen Sie unsere Farb-Test>>

Schöne Gedanken

Britische Forscher konnten nachweisen, dass schöne Erinnerungen und nostalgische Gefühle ein körperlich messbares Wohlgefühl erzeugen, Kälte längst nicht so intensiv empfunden wird wie sonst. Eine Studie der Universität Toronto ergab, dass Menschen, die sich gut aufgehoben fühlen, nicht so leicht frieren: Versuchspersonen, die von anderen ignoriert wurden, empfanden einen Raum durchschnittlich um vier Grad kälter als solche, die in die Gruppe eingebunden waren. Auch Autogenes Training hilft – wer regelmäßig übt, kann bei Bedarf auf eine abrufbare innere Heizung bauen.

Öle für die Haut

Sobald die Temperaturen unter acht Grad sinken, verlangsamen die Talgdrüsen ihre Arbeit. Um die für den Wärmeaustausch zuständigen Hautporen zu unterstützen, ist es im Winter hilfreich, die Haut regelmäßig einzuölen: Das hüllt die Haut wie in einen Kokon, man friert weniger. Ideal sind gute Wärmeträger wie Sesam- oder Arganöl. Zusätzliche Extrakte wie etwa Rosmarin regen die Durchblutung an.

Spezielle Lebensmittel

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und im indischen Ayurveda wird seit Jahrtausenden überliefert, dass bestimmte Lebensmittel den Körper von innen wärmen. Dazu gehören gekochtes Gemüse, Linsen, Trockenfrüchte, Honig und Gewürze wie Anis, Chili und Pfeffer. Auch Fenchel, Ingwer, Rosmarin haben eine „befeuernde“ Wirkung. Ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Sonnenblumen-und Weizenkeimöl, in Vollkornprodukten und Fisch enthalten sind, regen die Kraftwerke der Zellen an.

In Bewegung bleiben

Walking, Treppen steigen, um den Block laufen – Muskelarbeit setzt Wärme frei, verteilt sie im ganzen Körper. Wichtig: Wer schnell ins Schwitzen gerät, sollte lieber eine Schicht ausziehen. Nichts kühlt bei Kälte den Körper mehr aus als Feuchtigkeit. Hier finden Sie unsere Work-Outs>>

„Geeiste“ Glieder auftauen

Um wieder Gefühl in kalte Hände und Füße zu bekommen, hilft sanfte Gymnastik. Zehen wippen, Füße abrollen, Finger spreizen, die Hände zur Faust ballen. Toll ist auch ein ansteigendes Armbad: Unterarme in ein mit warmem Wasser gefülltes Waschbecken tauchen, heißes Wasser dazulaufen lassen. Auch Fußbäder sind ideal, weil sie die gesamte Durchblutung anregen. Danach gut abtrocknen – und rote Strümpfe überziehen!