Gesundheits-Check per Handy Telemonitoring

Moderne Technik erspart chronisch kranken Menschen Arztbesuche und erhält Senioren ein unabhängigeres Leben

Hände für das Telemonitoring Telemonitoring © Adam Radosavljevic-Fotolia

Für viele ist das Szenario bereits Realität: Statt zum Arzt zu gehen, misst man selbst Puls, Blutdruck oder erstellt ein EKG. Routinemäßig – oder wenn man sich schlecht fühlt. Dabei kommen einfach zu bedienende Spezialgeräte zum Einsatz. Die Krankenkassen übernehmen dafür meist die Kosten. Die Daten werden per Handy, Telefon, Internet oder Satellit an ein Servicecenter übermittelt und ausgewertet. Ist alles in Ordnung, ist der Patient beruhigt. Stimmt etwas nicht, wird der Arzt eingeschaltet und ein Termin in der Praxis vereinbart. Im Ernstfall wird ein Rettungswagen bestellt und Angehörige erhalten telefonisch Unterstützung für Erste-Hilfe- Maßnahmen.

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DIE LEBENSQUALITÄT STEIGT, DIE KOSTEN SINKEN

Herzfrequenz, Blutdruck, Blutzucker, Atmung oder Gewicht – all das lässt sich heute zu jedem Zeitpunkt und von jedem Ort aus per Telemonitoring überwachen. Der Patient erspart sich die Kontrollbesuche beim Arzt, die oft mit langen Wegen verbunden sind. Der Arzt wiederum hat mehr Zeit für die Patienten, die ihn wirklich benötigen. Telemonitoring als Alternative im Kampf gegen die eskalierenden Kosten des Gesundheitssystems? „An erster Stelle sehe ich den Nutzen für den Patienten. Er profitiert davon, dass er an die kürzere Leine genommen und viel strenger überwacht wird“, sagt Dr. Detlev Jäger. Er ist Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Friedrichshafen und gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet. „Das Telemonitoring fördert den eigenverantwortlichen Umgang mit der Krankheit und ermöglicht ein unabhängigeres Leben zu Hause.“ Viele Studien belegen: Die Technik kann Patienten den Alltag erleichtern und sogar Leben retten. Überflüssige Klinikeinweisungen werden reduziert, die Aufenthaltszeiten verkürzt. Patienten nehmen ihre Medikamente gewissenhafter ein, und das individuelle Wohlbefinden steigt.

 

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Autor:
Uta König