Pysiotherapie Rücken-Therapie: Nie wieder Schmerzen

Stärken Sie Ihre Wirbelsäule mit einem Training nach Maß – entwickelt an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Rücken-Therapie: Nie wieder Schmerzen © Andrea Rankovic - Fotolia

Gerade ist man noch fröhlich aus den Federn gehüpft, hat sich im Bad nach dem Handtuch gebückt – und schon ist es passiert. Wie ein Messerstich fährt der Schmerz blitzschnell ins Kreuz. Gekrümmt steht man da und wartet, bis die Qual vorbei ist. Ob heftig stechend oder dumpf ziehend, ob als Folge einer Bückbewegung oder nach langem Sitzen: Rückenschmerzen sind beinahe so verbreitet wie Schnupfen. „Nur jeder Fünfte bleibt sein Leben lang gänzlich davon verschont“, erklärt der Sportwissenschaftler Professor Dr. Ingo Froböse. Mit seinem Team vom Zentrum für Gesundheit an der Deutschen Sporthochschule in Köln hat er deshalb ein neues Rückentraining entwickelt, das auch von Krankenkassen empfohlen wird.

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Eine Operation hilft oft nur kurzfristig

Schuld an den Schmerzen sind meist die Bandscheiben. Diese 23 knorpeligen Scheiben sind mitsamt den benachbarten 24 knöchernen Wirbeln (plus Kreuz- und Steißbein) wie ein Hamburger- Brötchen angeordnet. Oben und unten liegen die beweglichen Wirbelflächen, also die Brötchenhälften, und in der Mitte, wie die gebratene Frikadelle, die puffernde Bandscheibe. Diese flexible Konstruktion, die von etlichen Bändern und Muskeln unterstützt wird, hält uns biegsam wie ein Bambushalm. Leider ist jedoch die zentrale Stütze störanfällig. Belastet man die Bandscheiben zu viel oder zu wenig, kann es passieren, dass sie sich langsam vorwölben (Protrusion). Im schlimmsten Fall reißt ihr äußerer Faserring, der Gallertkern quillt hervor und drückt auf einen Nerv – der gefürchtete Bandscheibenvorfall.

Die Operation eines solchen Prolapses ist der häufigste neurochirurgische Eingriff, allein in Deutschland kommen deshalb jährlich rund 35 000 Menschen unter das Messer. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt allerdings, dass solch eine OP die Beschwerden oft nur kurzfristig lindert – und dass die Ursache allen Übels ohnehin nur sehr selten in der Bandscheibe sitzt. „Bei neun von zehn Rückenpatienten stammen die Beschwerden aus der Muskulatur, den Bändern oder den kleinen Gelenken an den Wirbelkörpern“, sagt Rückenexperte Froböse. Exakt lässt sich das meist gar nicht feststellen, selbst wenn Röntgenbilder das Gegenteil versprechen. Sicher ist aber, dass zu viel Sitzen, zu viele Kilos und zu wenig Sport die Probleme vergrößern. Ein passiver Lebensstil bringt die Rückenmuskulatur ins Ungleichgewicht, das fördert Fehlhaltungen, Verschleiß und Verspannungen.

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