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Schöne Zähne

Perfekter Zahnersatz Perfekter Zahnersatz © Monika Olszewska-Fotolia

Karies, Parodontitis oder ein Unfall – fast jeder braucht irgendwann mal ein paar neue Zähne: Mit 65 Jahren haben 98 Prozent der Deutschen mindestens einen künstlichen Zahn. Wichtiger als der Gesundheitsaspekt ist den meisten aber die Ästhetik. Vom Zustand des Gebisses wird häufig auf soziale Stellung, Gesundheitszustand oder Alter einer Person geschlossen. Wer seine Lücken nicht füllt, riskiert außerdem Folgeschäden. Zähne können sich verschieben – weiterer Verlust droht. „Auch wenn man einen Teil der Kosten selbst zahlen muss, sollte niemand auf Zahnersatz verzichten“, sagt Professor Dr. Marc Schmitter, stellvertretender ärztlicher Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Heidelberg.

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Wann macht welcher Zahnersatz Sinn?

Ein schönes Lächeln ist nicht nur eine Frage des Geldes. Teure Implantate sind nicht immer ratsam.

  • Krone Eine Krone wird notwendig, wenn nicht mehr ausreichend Zahnsubstanz vorhanden ist, um eine Füllung, ein Inlay oder eine Teilkrone zu bekommen. „Es bieten sich zwei Lösungen an: Metallkäppchen mit einer Keramikverblendung oder vollkeramische Kronen“, so Schmitter. Ist der Zahn von außen deutlich sichtbar, sollte die Krone aus optischen Gründen besser aus Vollkeramik (vollverblendet) bestehen. Im Seitenbereich reicht meist die teilverblendete Variante. WAS KOSTET EINE KRONE? Nach Angaben der Techniker Krankenkasse kostet eine vollverblendete Krone für einen oberen Backenzahn rund 800 Euro, der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse beträgt 163,52 Euro (mit 30- Prozent-Bonus: 212,58 Euro). Eine teilverblendete Krone kostet rund 500 Euro; Festzuschuss: 163,52 Euro (mit Bonus: 212,58 Euro).
  • Brücken Hinterlässt ein Zahn eine Lücke, wird eine Brücke nötig. Als Verankerung dienen die Nachbarzähne. Sie werden angeschliffen und überkront, damit die Brücke sicher sitzt. „Bei längeren Brücken rate ich eher zu Metallkonstruktionen mit keramischer Verblendung. Die medizinischen Erfahrungen damit sind  durchweg gut“, sagt Schmitter. Sie halten rund 15 Jahre. Auch das moderne Keramik-Material Zirkoniumdioxid gilt als sehr stabil, wird aber erst seit ungefähr zehn Jahren eingesetzt. Relativ neu ist die in den USA entwickelte Maryland-Brücke. „Benachbarte Zähne werden nur angeschliffen, um Klebeflächen für die Fügel der Brücke zu bieten. Leider kennen viele Kollegen diese sehr zahnschonende Methode noch nicht.“ WAS KOSTET EINE BRÜCKE? Eine teilverblendete Brücke für einen oberen Backenzahn kostet rund 700 Euro, eine vollverblendete Brücke rund 1100 Euro; der Festzuschuss für beide: 369,32 Euro (mit Bonus: 480,12 Euro).
  • Implantate „Implantate haben gegenüber Brücken zwei Vorteile: Sie lassen sich leichter reinigen, und die Nachbarzähne werden geschont“, erklärt Schmitter. Dazu werden meist zylindrisch geformte Körper aus Titan oder Keramik im Kieferknochen verankert (siehe Kasten unten). Der Nachteil: Man muss operieren. Allerdings nur mit lokaler Betäubung wie beim Zahnarzt. WAS KOSTET EIN IMPLANTAT? Für einen oberen Backenzahn: 2000 bis 5000 Euro; Festzuschuss: 369,32 Euro (mit Bonus: 480,12 Euro).
  • Prothesen Sehr große Lücken lassen sich mit einer Brücke nur schlecht oder gar nicht schließen, besser ist dann eine Prothese. Eine herausnehmbare Teilprothese wird zum Beispiel über Klammern an den restlichen Zähnen gehalten. Ihr Vorteil: Sie lässt sich leicht pflegen. Gleiches gilt für Vollprothesen. WAS KOSTET EINE PROTHESE? Je nach Material und Anzahl der Zähne. Für einen oberen Backenzahn etwa 600 Euro; Festzuschuss: 285,54 Euro (mit Bonus: 371,20 Euro).

 

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Autor:
Jan Bockholt