Magische Hände Osteopathie - Heilen mit sanftem Händedruck

Für Patienten, die eine regelrechte Ärzte-Odyssee hinter sich haben, ist ein Osteopath oft die letzte Hoffnung auf Heilung oder Linderung

Osteopathie - Heilen mit sanftem Händedruck Osteopathie - Heilen mit sanftem Händedruck © Yuri Arcurs-Fotolia

Unsere Hände sind hochempfindliche Sensoren. Sie streichen über einen Stoff und spüren, es ist Seide. Sie fühlen einen Brief und wissen auf Anhieb, da muss eine 90-Cent-Briefmarke drauf. Sie betasten eine heiße Stirn und erkennen Fieber. Bei entsprechendem Training können sie auch Schicht für Schicht den Körper erkunden, Störungen erkennen und mit sanftem Druck bessern. Das macht die Hände eines Osteopathen aus. Mit hoch entwickeltem Fingerspitzengefühl befreit er Patienten von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die diese oft lange gequält haben. Denn wer zum Osteopathen geht, hat meist eine Ärzte- und Therapeuten- Odyssee hinter sich. Eine osteopathische Therapie beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, das 30 bis 60 Minuten dauern kann. Darin geht es um die Krankheitsgeschichte, um Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, um private und berufliche Sorgen. Im zweiten Schritt legt sich der Patient voll bekleidet auf die Liege, und der Therapeut tastet ihn ab. Er erspürt Spannungen in Gelenken, Muskeln, Bindegewebe und Organen, kann minimalste Bewegungseinschränkungen erfühlen und interpretieren, selbst solche, die bisher von keinem Ultraschall- oder Röntgengerät erfasst wurden. Mit zarter Berührung löst er mechanische, energetische und emotionale Blockaden und Spannungen. Der Organismus bekommt den Impuls, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Körpersystem neu zu organisieren. Das dauert zwei bis drei Wochen. Erst dann macht ein neuer Termin Sinn. Oft reichen zwei bis drei Sitzungen aus, um das Problem zu beheben.

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Autor:
Uta König