Kleine Heilpflanzenkunde Mönchspfeffer

Besonders bei hormonellen Beschwerden kann sich der Möchspfeffer hilfreich auswirken.

Mönchspfeffer Mönchspfeffer © Horst Lünser

Mönchspfeffer, der im Mittelmeerraum wächst, wird seit der Antike als Heilpflanze geschätzt. Im Mittelalter hatte er eine besondere Bedeutung: Er sollte in Klöstern "unkeusche Gelüste" bekämpfen. So kam er zu seinem Namen Angus castus: "angus" heißt Lamm, "castus" bedeutet keusch. Die Samen wurden als Pulver Mönchen und Nonnen verabreicht, um ihre Lust zu zügeln. Heute harmonisieren die Wirkstoffe gering dosiert den weiblichen Hormonhaushalt und verbessern die Fruchtbarkeit. Mönchspfeffer ist die meistverwendete Heilpflanze beim prämenstruellen Syndrom (PMS), Kinderwunsch und Wechseljahrsbeschwerden. Die Wirkung setzt allerdings erst nach etwa drei Monaten voll ein. Empfehlenswerte Mittel: "Agnolyt" oder "Agnucaston".