Gesundheits-News Impfen per Pflaster

Ist die Spritze bald überflüssig? Ein Pflaster soll Impfungen vereinfachen

Impfen per Pflaster © VisualField - iStockphoto

Einfach aufkleben, ein paar Minuten warten – fertig ist die Impfung. Keine Spritze, keine Stiche, keine Schmerzen. Hört sich gut an, oder? Und es könnte bald Wirklichkeit werden, wie US-Forscher prognostizieren. Sie haben Impfungs-Pflaster entwickelt, die hygienischer sind als Spritzen – und auch wirksamer. Der Vorteil: Man braucht keinen Arzt mehr – jeder kann das Pflaster selbst auftragen. Das Geheimnis sind sogenannte Mikronadeln, winzige Zacken, die die äußerste Hautschicht durchstoßen und so den Impfstoff direkt in viele Zellen verteilen. Der Schutz vor Viren setzt schneller ein. Im Falle einer schlimmen Grippe-Epidemie lässt sich so effektiv eine Massenimpfung durchführen, so die Hoffnung. Pflaster mit integriertem Wirkstoff werden bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Zum Beispiel Nikotinpflaster bei der Zigarettenentwöhnung oder Wärmepflaster, die verkrampfte Muskeln entspannen. Diese wirken allerdings ohne Mikronadeln und müssen länger getragen werden, weil sie über die Haut gleichmäßig Arzneimittel in den Blutkreislauf abgeben.

 
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