Allergien und Intoleranzen

Leben mit Histamininteroleranz

Alles über Ursachen und Symptome der Histaminintoleranz: Muss Verzicht auf Wein und Schokolade wirklich sein?

Histaminintoleranz - Alles über Ursachen und Symptome der Histaminintoleranz Leben mit Histamininteroleranz © Thinkstock

Sie bereitet vielen Menschen Probleme und oft bleibt sie lange unentdeckt: Die Histaminintoleranz. Ausgelöst wird sie durch einen Mangel von histaminabbauenden Enzymen, insbesondere des Enzyms Diaminoxidase (DAO). Die Histaminintoleranz ist keine Allergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit, sondern eine Abbaustörung, die aber oft mit beiden Folgeerscheinungen einhergeht. Das macht die Diagnose oft schwierig. 

Wenn es zu einem Missverhältnis zwischen Zufuhr und Abbau von Histamin kommt, können viele unangenehme Symptome in Erscheinung treten. 
Zu den häufigsten zählen unter anderem Juckreiz, Kopfschmerzen, Kreislauf- und Herzprobleme, sowie Magen-Darm-Erkrankungen, Müdigkeit und Menstruationsstörungen.
 

Frauen sind häufiger betroffen

Hilfe bei Allergien

Allergiker haben die Nase voll: Schon jetzt fliegen wieder erste Pollen. Ist da denn gar nichts zu machen? „Oh, doch!“, sagen Experten.

Man geht davon aus, dass circa 7,5 Millionen Menschen in Europa betroffen sind. Davon sind 80 Prozent Frauen. In der Schwangerschaft verschwinden die Beschwerden häufig, nach der Schwangerschaft treten sie jedoch wieder auf. Histamin wird mit der Nahrung aufgenommen und entsteht in bakteriell-fermentierten Lebensmitteln. Dazu zählen unter anderem geräuchertes Fleisch, Fisch, Eier, Tomaten und Käse. Der wird gefährlich, wenn die Sorten stark gereift sind. 
Außerdem sollte auf Alkohol geachtet werden, da er zu den Histaminliberatoren gehört. Das bedeutet, dass er die Durchlässigkeit der Zellwände erhöht und die Histamintoleranzgrenze senkt. Dadurch kann Histamin aus Lebensmitteln besser freigesetzt und die Intensität der Symptome erhöht werden.
 

Vorsicht bei Genussmitteln

Auch bei Genussmitteln wie Rotwein und Schokolade ist Vorsicht geboten. Je höher der Reifegrad der Trauben, desto höher ist der Histamingehalt im Rotwein. Am besten man verzichtet gleich und steigt auf das ungefährliche weiße Pendant oder Sekt um. Schokolade enthält eigentlich keine Histamine, Kakao dafür aber biogene Amine. Die gehören zur gleichen Gruppe und können sich bei einer Intoleranz genauso negativ auswirken. 
 
Ursachen der Histaminabbaustörung sind entweder die vermehrte Aufnahme von Histaminen oder den Histaminliberatoren oder eine angeborene Störung, die aber sehr selten auftritt. Für die Diagnose gibt es die Möglichkeit die DAO-Aktivität im Blut zu messen. 
 

Die Beschwerden lindern

Bei einer Histaminintoleranz sollte die Einnahme von Medikamenten, insbesondere Schmerz- oder Schlafmittel, im Voraus immer mit einem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden. 
Entgegenwirken können Sie der Intoleranz mit einer erhöhten Vitaminaufnahme. Zum Beispiel in Pulverform oder indem Sie vor den Mahlzeiten Kapseln einnehmen, die eine Verbreitung des durch die Nahrung aufgenommenen Histamins unterstützen. Am effektivsten ist es aber, wenn Sie Lebensmittel mit erhöhtem Histaminvorkommen von Ihrem Speiseplan streichen.