Hirnaneurysma Hirnaneurysma: Gefahren, Symptome und Behandlung

Es verursacht keine Beschwerden und bleibt meist ohne Folgen unentdeckt – doch wenn ein Aneurysma platzt, ist das Leben bedroht.

Hirnaneurysma: Gefahren, Symptome und Behandlung © Marco Mayer - Fotolia

Das Gehirn ist das Zentrum unseres Nervensystems. Es verarbeitet Informationen aus den Organen und alle Sinneswahrnehmungen. Dazu pumpt das Herz rund 20 Prozent des Blutes durch die Adern des komplexen Denkapparates. Wird die Versorgung für nur zehn Sekunden unterbrochen, verlieren wir das Bewusstsein – Folgeschäden drohen. Wenn unserem Kopf etwas zustößt, kann das alles im Leben verändern oder es sogar beenden. Deshalb haben wir besonders große Angst vor Hirn-Diagnosen – wie etwa einem Aneurysma.

WAS GENAU IST EIN ANEURYSMA?

Einfach gesagt handelt es sich um die sackartige Erweiterung eines Blutgefäßes. Normalerweise sind die Gefäßwände stark und widerstandsfähig, bei einer Gefäßerweiterung hingegen dehnen sie sich, werden dünner und schwächer. Es entsteht ein Aneurysma, in dem sich Blut staut. Passieren kann das überall im Körper, meistens ist der Bauch betroffen. Und in etwa zehn Prozent der Fälle das Gehirn. Oft bleibt das Säckchen dort völlig unbemerkt. Wächst es jedoch weiter, droht es zu platzen. Die Folge sind Blutungen im Gehirn, wobei der Hirndruck lebensgefährlich ansteigt. Der Betroffene spürt einen herben Vernichtungskopfschmerz und muss sofort ins Krankenhaus. Stoppt die Blutung im ersten Moment nicht von selbst, sind die Überlebenschancen gering. „Eine Behandlung muss verhindern, dass erneut Blut ins Hirngewebe fließen kann. Nur so können Folgeschäden vermieden werden“, sagt Professor Dr. Uwe Kehler, Leiter der Neurochirurgie der Hamburger Asklepios Klinik Altona.

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Autor:
Jan Bockholt