Abwehr stärken

Hilfe gegen Erkältung

Schnupfen und Husten haben Saison. Unser einziger Gedanke: „Hoffentlich erwischt’s mich nicht!“ Zum Glück gibt’s natürliche Immun-Booster mit Sofortwirkung.

Erkältung Hilfe gegen Erkältung © istockphoto

Spätestens wenn man an der Supermarktkasse am liebsten aufhören möchte zu atmen, ist klar: Der Feind lauert überall. In der Schlange vor und hinter uns ungebremstes Niesen, bellender Husten, verhohlenes Schnäuzen. Es gibt scheinbar kein Entkommen. Denn Erkältungsviren sind äußerst anhänglich. Auf dem Kunststoffgriff des Einkaufswagens überleben sie bis zu vier Stunden. Höchste Zeit also, dem Immunsystem einen kräftigen Schub zu geben.

Tröpfchenweise Power zu sich nehmen

Erst vor wenigen Jahren haben Virenforscher entdeckt, warum manche Menschen selten oder sogar nie erkältet sind. Sie haben eine starke Verteidigungslinie gegen Mikroorganismen auf den Schleimhäuten – jede Menge sogenannter Defensine. Das sind winzige Eiweißstoffe, die von den weißen Blutkörperchen gebildet werden. „Sie sind in der Lage, unerwünschte Keime zuverlässig abzutöten, indem sie quasi Löcher in deren Zellwände bohren“, erklärt Professor Jens-Michael Schröder, Forschungsleiter an der Universitätsklinik Kiel. „Offensichtlich gelingt es Krankheitserregern nicht, gegen diese Defensine Resistenzen zu entwickeln.“ Ein Pflanzenstoff, der die Produktion von Defensinen anregt, kommt aus Südafrika. Studien belegen, dass der Extrakt der Kapland-Pelargonie („Umckaloabo“, rezeptfrei in Apotheken) wie Kraftfutter auf die Abwehr wirkt. Zudem überzieht das Mittel die Schleimhautzellen der Atemwege mit einer Art unsichtbarem Schutzfilm. Viren und Bakterien können dadurch nicht mehr so leicht eindringen, sich vermehren und Entzündungen auslösen.

Die Nase einsalzen

Wir kennen es vom Pökelfleisch: Salz ist ein prima Konservierungsstoff. Unter anderem, weil salzhaltiges Wasser wenig Sauerstoff enthält. Das nimmt Krankheitserregern die Lebensgrundlage. Regelmäßiges Nasenduschen mit Salzlösung hat aber noch weitere Schutzeffekte. Die Schleimhaut wird durchblutet, dadurch besser mit Abwehrstoffen versorgt. Und, ganz logisch, Viren und Bakterien werden ausgespült. Optimal funktioniert das mit Salzwasser, das dem Mineralstoffgehalt des Körpers angepasst ist, zeigen Studien. Günstig und rezeptfrei in der Apotheke gibt es zum Beispiel „Emser Nasenspülsalz“. Wer sich keine Nasendusche (ebenfalls in Apotheken) anschaffen möchte, kann die Salzlösung auch in die hohle Hand gießen. Durch das rechte Nasenloch einziehen, Kopf nach rechts neigen. Dann das Gleiche auf der linken Seite wiederholen.

Sich von der Sonne kitzeln lassen

Überlegen Sie sich doch schon mal ein paar Ausreden. Und zwar für die Situationen, in denen Sie alles stehen und liegen lassen, um ins Freie zu stürmen. „Nichts wie raus!“ Das ist jetzt im Winter die Devise, wenn sich die Sonne zeigt. UV-Licht ist nämlich die natürlichste Vorbeugung gegen Atemwegsinfekte. Denn mit Lichthilfe bildet der Körper das Abwehr-Hormon Vitamin D. Zirkuliert zu wenig davon im Körper, erhöht sich das Erkältungsrisiko um das Dreifache. Diesen Zusammenhang entdeckten Forscher, die sich mit der Wirkung des Hormons auf Frauen mit Osteoporose genauer beschäftigten. Bekannt ist schon lange, dass der Knochenbaustoff Kalzium nur mit Hilfe von Vitamin D eingebaut werden kann. Nebenbeobachtung der Tests: Die Studiengruppe, die reichlich mit Vitamin D versorgt war, bekam viel seltener Schnupfen als die Frauen mit wenig Vitamin D im Blut. 15 Minuten Sonnenschein auf Gesicht oder Unterarme genügen schon, um die Depots für eine Weile aufzufüllen. Wie lange der Vorrat reicht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Lassen Sie sich also so oft wie möglich von der Sonne fit machen.

 

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Autor:
Dagmar Metzger