Behandlungen Hilfe bei Allergien

Allergiker haben die Nase voll: Schon jetzt fliegen wieder erste Pollen. Ist da denn gar nichts zu machen? „Oh, doch!“, sagen Experten.

Hilfe bei Allergien © istockphoto

Es ist wirklich zum Heulen: Alles, was schön ist, kann Allergikern die Tränen in die Augen treiben. Rosen und Welpen, Nusstorte und Nickelknöpfe, Haarspray und Hotelbetten – es gibt kaum etwas, das ihre Körperabwehr nicht zum Ausflippen bringt. Mindestens jeder Vierte reagiert überempfindlich auf Allerweltsstoffe wie Pollen, Hausstaub, Nahrungsmittel oder Tierhaare. Die Nase läuft, die Augen schwellen zu, die Haut juckt. Denn bei der intensiven Reaktion auf die Allergieauslöser (Allergene) produziert der Körper unter anderem das Hormon Histamin. Zu viel davon kann Entzündungen anfeuern. Über die Ursachen spekulieren Wissenschaftler seit Langem. Eine Theorie ist die Dschungelhypothese: In unserer sauberen Welt langweilt sich das Immunsystem wie der Steinzeitjäger ohne Säbelzahntiger. Mangels echter Krankheitserreger beginnt es eines Tages, alle möglichen harmlosen Substanzen zu bekämpfen.

Fatalerweise haben die meisten Allergien die Tendenz, sich zu verschlimmern, wenn man sie ignoriert. „Aus länger bestehendem Heuschnupfen kann sich nicht nur allergisches Asthma entwickeln“, warnt Prof. Torsten Zuberbier, Sprecher des Allergie-Centrums an der Charité Berlin. „In der Hälfte der Fälle besteht auch die Gefahr einer Kreuzallergie zu Nahrungsmitteln. Darunter versteht man, dass das Immunsystem auf chemisch ähnlich aussehende, aber nicht unbedingt verwandte Stoffe allergisch reagiert. Das häufigste Beispiel sind Birkenpollenallergiker, die auf Äpfel allergisch reagieren.“ Mediziner raten deshalb den Betroffenen, zumindest die Symptome zu bekämpfen, denn es gibt sieben besonders effektive Strategien, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen:

Antihistaminika

Der Standard bei der Heuschnupfenbehandlung

Diese Medikamentengruppe gehört zu den wirksamsten Mitteln gegen die Symptome von Allergien. Sie unterdrücken nämlich die Wirkung der Histamin-Überflutung. Einige können zudem Entzündungsprozesse stoppen. Es gibt sie als Tabletten, Augen- oder Nasentropfen, Salben und Aerosole zum Inhalieren. Man kann sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen oder sich verordnen lassen. Welches Antihistaminikum für wen? Das sollte man ausprobieren – am Besten in Zusammenarbeit mit einem Allergologen. Da es eine Fülle von Präparaten gibt, findet sich für fast jeden Patienten eines, bei dem die Nebenwirkungen (z.B. Müdigkeit) gegen null gehen. 

Tipp: Antihistaminika frühzeitig nehmen: Viele brauchen etwa eine halbe Stunde, bis sie wirken.

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