Heimisches Superfood So gesund sind Heidelbeeren

Beeren, Algen, Samen: Superfoods sind bereits seit einigen Jahren in aller Munde und für viele ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Ernährungsplans. Was jedoch die heimische Heidelbeere zum Superfood macht und warum Sie in Zukunft nicht länger auf die blaue Beere verzichten sollten, erfahren Sie hier.

Heidelbeeren als heimisches Superfood So gesund sind Heidelbeeren © BrianAJackson/iStock

Blaubeere, Schwarzbeere, Waldbeere, Moosbeere - die in Deutschland beheimatete Heidelbeere trägt viele Namen. Es handelt sich jedoch einzig und allein um die selbe Beere, die je nach Region verschiedene Bezeichnungen haben kann. So gibt es also auch keinen Unterschied zwischen Blaubeeren und Heidelbeeren.

Herkunft der Beere

Die dunkelblauen Früchte zählen zur Familie der Heidekrautgewächse. Dabei unterscheidet man zwischen Kulturheidelbeeren, die in der Regel im Handel erhältlich sind und den wilden Beeren, die vorallem in halbschattigen Kiefernwäldern wachsen. Kulturheidelbeeren stammen nicht von der von der in Europa heimischen Beere ab, sondern von einer amerikanischen Sorte, die seit etwa 1900 gezüchtet wird. Unterscheidungsmerkmale der Beeren sind Größe, Haltbarkeit und Farbe. So wird die Kultuheidelbeere meist doppelt so groß wie die eurasische Heidelbeere und ist zudem länger lagerfähig. Die heimische Heidelbeere aus dem Wald ist hingegen aromatischer und durch den höheren Gehalt der farbgebende Anthocyane sind Schale und Fruchtfleisch intensiv blau gefärbt. Kulturheidelbeeren haben ebenfalls eine blaue Schale, allerdings ein helles, transparentes Fruchtfleisch.

So gesund sind Heidelbeeren

Im Gegensatz zu anderen Obstsorten, die häufig einen hohen Fruchtzuckergehalt haben, sind Blaubeeren sehr kalorienarm und zählen zu den gesündesten Früchten überhaupt. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasser und sind reich an Vitaminen, Folsäure, Eisen und Antioxidantien. So  wirken Heidelbeeren gesundheitsfördernd und stärken das Immunsystem. Die Beeren reduzieren Zellschäden und können so vorbeugend gegen Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und auch Krampfadern wirken. Außerdem sind sie entzündungshemmend und können dabei helfen, chronische Krankheiten zu bekämpfen. Dank ihres hohen Kaliumgehalts helfen sie den Blutdruck zu stabilisieren. Die bereits erwähnten Anthocyane regen die Bildung neuer Gehirnzellen an und verbessern die Gedächtnisleistung deutlich.

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Wundermittel für die Haut

Ein hoher Vitamin-C-Gehalt und wertvolle Pektine sorgen für ein schönes Hautbild und helfen gegen Akne und Cellulite. Heidelbeeren besitzen zudem Anti-Aging-Eigenschaften, die die Hautalterung verlangsamen.

Abnehmen mit Heidelbeeren

100 Gramm frische Heidelbeeren sind mit nur 42 Kilokalorien sehr figurfreundlich und können beim Abnehmen helfen. Laut einer Studie von Ernährungswissenschaftlern der Universität Michigan sollen schon 200 Gramm täglich lästiges Bauchfett schmelzen lassen. Der Grund dafür sind die sogenannten Polyphenole, die die Bildung von neuen Fettzellen reduzieren.

Am besten frisch genießen

Heidelbeeren können von Mai bis September frisch gegessen werden, in den anderen Monaten sind sie als Tiefkühlware oder getrocknet erhältlich. Beim Kauf von frischen Heidelbeeren sollten Sie darauf achten, dass die Früchte fest, kräftig und gleichmäßig gefärbt sind. Reife Beeren bestechen durch einen fruchtig saftigen und süß-säuerlichen Geschmack. Die Haupterntezeit für die Wildheidelbeere ist von Juli bis August. 

Superfoods müssen also nicht immer von weit her kommen und teuer sein - die Heidelbeere ist der beste Beweis dafür!

 
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