Happy Foods Lebensmittel, die glücklich machen

Schokolade als Stresshelfer ist gut für die Nerven und schlecht für die Hüften. Zum Glück gibt’s noch andere Lebensmittel, die glücklich machen

Lebensmittel, die glücklich machen Lebensmittel, die glücklich machen © Nina Hoff-Fotolia

Essen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Man nascht ein Stück Schokolade, weil man intuitiv spürt, dass es der Seele guttut. Doch auch über diesen kurzfristigen Kick hinaus kann man mit Ernährung das seelische Wohlbefinden stärken. Wir stellen die dafür wichtigsten Stoffe vor.

Serotonin für Harmonie und Gelassenheit

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Am bekanntesten ist Serotonin, das oft als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Dieser Botenstoff steuert neben zahlreichen Körperfunktionen auch unsere Stimmung. Ist viel Serotonin im Gehirn vorhanden, fühlen wir uns wohl. Auch wenn Serotonin zum Beispiel in Bananen steckt, kann man sich damit nicht glücklich essen. Denn es gelangt nicht durch die Blut- Hirn-Schranke. Unser Gehirn muss es selbst bilden. Dazu benötigt es Tryptophan. Dieser Eiweißbaustein kommt in großen Mengen in Fleisch und Milchprodukten vor. „Ideale Serotonin-Bildner sind jedoch Lebensmittel mit hohem Tryptophan- und niedrigem Eiweißgehalt. Datteln haben die perfekte Zusammensetzung“, sagt Dr. Andrea Flemmer, Biologin und Autorin von „Mood Food – Glücksnahrung“ (Schlütersche, 12,90 Euro).  Gute Quellen: Datteln, Feigen, Cashewkerne, Bitterschokolade.

Omega-3-Fettsäuren bringen die Seele in Balance

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass der Mangel an Omega-3- Fettsäuren eine Ursache für Depressionen sein kann. Sie sind wichtig für den Gehirnstoffwechsel. Fehlen Omega-3-Fettsäuren, kann nicht genug Tryptophan ins Gehirn geschleust werden. Und weil Tryptophan unerlässlich für die Bildung des Glücksbotenstoffs Serotonin ist, kann ein niedriger Omega-3-Blutspiegel zu einem Serotoninmangel führen. Gute Quellen: Lachs, Makrele, Leinsamen, Fleisch und Milch von Weiderindern, Rapsöl, Walnüsse.

Tyrosin macht hellwach und gute Laune

Im Gegensatz zum besänftigenden Tryptophan ist dieser Eiweißbaustein ein Wachmacher. Tyrosin sorgt für gute Laune und wird bei Angstzuständen und leichten Depressionen empfohlen. Andrea Flemmer warnt aber: „Kurzzeitig schlechte Stimmung lässt sich mit Ernährung positiv beeinflussen, bei dauerhafter Niedergeschlagenheit unbedingt zum Arzt.“ Gute Quellen: Parmesan, Linsen, Camembert, Huhn, Rind, Cashewnüsse, Makrele.

Vitamin-B-Komplex für ruhige, starke Nerven

Die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12 und Folsäure sind wichtig für die Nerven. B-Vitamine werden im Körper gespeichert. Nervosität und traurige Stimmung können Anzeichen für einen Mangel sein. Es lohnt sich, die Vitamin-B-Depots des Körpers aufzufüllen, denn sie halten sehr lange vor. Gute Quellen: Vollkornprodukte, Sesam, Eigelb, Spinat, Brokkoli, Rinderleber, rote Bete, Bierhefe.

 

 
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Autor:
Birgit Hamm