6 Tipps

Fakten über Schmerzmittel

Bei den rezeptfreien Helfern aus der Apotheke steht längst nicht alles in der Packungsbeilage. Die wichtigsten Fakten, die Sie jetzt kennen sollten.

Pillen Fakten über Schmerzmittel © istockphoto

Es ist gesünder, Schmerzen zu bekämpfen, als sie auszuhalten

Die Heldin des Alltags zu spielen und seine Schmerzen zu ertragen – das ist keine gute Idee. Schmerzen sind Warnsignale des Körpers. Sie sollen uns sagen: „Da stimmt was nicht. Tu was!“ Ignoriert man das, können sie sich regelrecht ins Gehirn einbrennen: Man entwickelt ein „Schmerzgedächtnis“. Anschließend empfindet man Schmerz, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Es gilt also die Regel: im Notfall besser eine Tablette schlucken.

Auf die Dosis kommt es an

Frei verkäufliche Schmerzmittel sind für ansonsten gesunde Erwachsene ungefährlich, wenn man nicht mehr als die Höchstdosis schluckt und sich an die „10-3-3-Regel“ hält: Die Medikamente nicht öfter als an zehn Tagen pro Monat nehmen. Nicht länger als drei Monate lang. Und höchstens drei Tage hintereinander.

Alternative Heilmethoden
Alternative Heilmethoden im Check

Sie sind auf der Suche nach weiteren Tipps? Dann sollten Sie sich folgende Artikel auch noch durchlesen:

 

 Methoden der Alternativmedizin
☞ Entspannung und Medikamente
 Die 10 besten alternativen Heilmethoden

Weitere Beiträge zum Thema Gesundheit finden Sie hier>>

Die Mittel können selbst Schmerzen auslösen

Wer bei Kopfschmerzmitteln Maximaldosis und -dauer überschreitet, riskiert dumpf drückendes Dauerkopfweh. Der Körper kann sich nämlich an die Stoffe gewöhnen. Bekommt er sie nicht mehr, reagiert er mit Entzugserscheinungen.

Schmerzmittel wirken morgens besser als abends

Für fast alle Körpervorgänge gibt es eine optimale Zeit, denn wir werden von einer inneren Uhr gesteuert. Deshalb wirken Schmerzmittel (wie übrigens auch Kortison und Medikamente gegen Allergien) deutlich besser und länger, wenn man sie morgens statt abends nimmt. Nachts sind wir schmerzempfindlicher. Man braucht dann möglicherweise eine höhere Dosierung. Die Anti-Schmerz-Spritze beim Zahnarzt hilft optimal zwischen zwei und drei Uhr am Nachmittag. Um diese Zeit ist die Schmerzempfindlichkeit nämlich am geringsten – die Wirkung hält dreimal so lange an wie sonst.

Für fast alles gibt es Spezialisten

Die meisten Schmerzhemmer verhindern die Bildung sogenannter „Prostaglandine“. Das sind Botenstoffe, die beeinflussen, wie stark wir den Schmerz empfinden. Doch die verschiedenen Wirkstoffe haben jeweils Zusatzeffekte. So senkt Paracetamol zum Beispiel auch Fieber, Ibuprofen ist ein Entzündungshemmer. Butylscopolaminiumbromid (z.B. „Buscopan“) dagegen entkrampft und ist deshalb ideal bei Bauchweh. Achten Sie zudem auf die Darreichungsform, wenn Sie Schmerzen schnell loswerden wollen. Als Brausetabletten gelangt der Wirkstoff schneller ins Blut. Wenn Ihnen übel ist, nehmen Sie am besten Zäpfchen. Für unterwegs ist beispielsweise „Paracetamol-ratiopharm“ als flüssige Lösung praktisch.

Sie lassen sich durch Musik verstärken

Studien zeigen, dass man weniger Schmerzmittel braucht, wenn man entspannt ist. Gönnen Sie sich deshalb am besten zu Ihrer Anti- Schmerz-Therapie immer eine kleine Auszeit mit schöner, ruhiger Musik, einem Spaziergang, einem warmen Bad oder einer Massage.

 
Schlagworte:
Autor:
Dagmar Metzger