Gesunde Ernährung

10 Ernährungsmythen - wahr oder falsch?

Jeden Tag geben wir uns Mühe, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Dabei haben wir häufig Faustregeln im Kopf - die uns manchmal mehr schaden als helfen. Entdecken Sie zehn Ernährungsmythen, von denen Sie gehört haben sollten!

Lachende Frau hockt vor Wassergläsern 10 Ernährungsmythen - wahr oder falsch? © Greta Engel/cultura/Corbis

1. Protein-Shakes stärken die Muskeln

Nach einem anstrengenden Training gelten sie als gesunde Sattmacher, sie sollen den Muskelaufbau unterstützen und uns schlank halten: Protein-Shakes. Doch in zahlreichen Studien wird die Wirkung der Getränke angezweifelt. Zwar ist Eiweißaufnahme beim Muskelaufbau ein sehr wichtiger Faktor, allerdings muss das bei einem Hobbysportler nicht durch ein Getränk geschehen. Sehr viel gesünder ist es, Proteine durch Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte zuzuführen.

2. Fette machen dick

Zu viel Fett – oder auch die falschen Fette – sind schlecht für den Körper und können nicht nur dick, sondern auch krank machen. Ungesund für den Körper sind zum Beispiel zu viele gesättigte Fettsäuren, die unter anderem in Butter, Käse und Fleisch enthalten sind. Dennoch ist Fett wichtig für den Körper: Es versorgt ihn mit Energie und ist außerdem Träger für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. In unserem Körper abgelagertes Fett polstert unsere Organe und isoliert den Körper. Gesünder als die gesättigten Fettsäuren und notwendig für unseren Körper sind insbesondere sogenannte ungesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel in Olivenöl, Avocados und Nüssen enthalten sind. Fette machen also nicht automatisch dick, sondern setzen sich nur dann als Speckröllchen im Körper ab, wenn sie übermäßig konsumiert werden.

3. Milch ist gut für die Knochen

Das Knochengewebe eines Menschen muss sich ein Leben lang Veränderungen anpassen. Besonders im Alter kann die Knochenmasse brüchig werden. Laut European Food Information Council bilden sich rund 90 Prozent des Knochengewebes bis zum 20. Lebensjahr aus, bis zum 35. Lebensjahr wird die maximale Knochenmasse erreicht. Deshalb kann die Knochengesundheit besonders im jungen Alter beeinflusst werden. Neben Vererbung und Bewegung ist Ernährung ein wichtiger Einflussfaktor. Im Knochen ist besonders viel Kalzium enthalten, das vor allem durch Milchkonsum aufgenommen werden kann. Der Richtwert in Deutschland für die tägliche Kalziumzufuhr liegt bei 1000mg. Deshalb ist Milch also tatsächlich sehr gut für die Knochen.

4. Light-Produkte sind gesünder

Bei den meisten Light-Produkten ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, warum es sich um ein solches handelt. Es kann Fett, Zucker oder auch ein anderer Bestandteil reduziert worden sein, allerdings gibt es keine Vorgaben, wie viel weniger des jeweiligen Bestandteils im Produkt enthalten sein muss. Achten Sie deshalb beim Kauf von leichten Produkten lieber auf die Beschreibungen „fettreduziert“ oder „kalorienreduziert“. Fettreduzierte Produkte müssen mindestens 40 Prozent weniger Fett enthalten, kalorienreduzierte Produkte dürfen maximal 100 Kalorien pro 100 Gramm enthalten, bei Suppen und Getränken sogar nur maximal 20 Kalorien.

5. Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit

Tatsächlich hat das im Kaffee enthaltene Koffein eine harntreibende Wirkung - die Flüssigkeit, die beim Kaffeetrinken aufgenommen wird, scheidet der Körper also schneller wieder aus. Allerdings wird dem Körper kein zusätzliches Wasser entzogen. Alle Kaffeespezialitäten, die man zu sich nimmt, können also zur täglichen Flüssigkeitszufuhr addiert werden – diese Weisheit ist somit ein Mythos.

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