Gesunde Zähne

Das große Zahnlexikon

Was verbirgt sich hinter Fones-Technik? Wie schützt man die Zähne mit Kokosöl? 26 gesunde News für ein strahlendes Lächeln und weiße Zähne

Zähne reinigen Das große Zahnlexikon © Zoonar/Thinkstock

Äpfel massieren zwar auf natürliche Weise das Zahnfleisch. Es ist aber ein Mythos, dass sie das Putzen ersetzen könnten. Im Gegenteil: Sie können sogar Karies verursachen, weil sie Zucker und Fruchtsäure enthalten.

Bleaching Das „Weißmachen“ der Zähne beim Zahnarzt ist eine rein kosmetische Maßnahme und hat keinen Gesundheitseffekt. Übrigens: Kunststoff-Füllungen können nicht aufgehellt werden. Daher besteht die Gefahr, dass sie nach der Behandlung dunkler sind als die gebleichten Zähne.

Calcium ist neben anderen Mineralstoffen wie Phosphor und Fluorid „Baustoff“ der Zähne. Eine Ernährung mit ausreichend Calcium ist wichtig für den Aufbau und die Erhaltung eines stabilen Zahnschmelzes. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine Calcium-Zufuhr von 1000 mg pro Tag. Gute Calcium-Lieferanten sind beispielsweise Milch (300 mg pro 0,25 l), Parmesan (1300 mg pro 100 g) sowie Champignons (200 mg pro 100 g).

Dental-Laser sind eine neuartige Alternative zum Bohrer. Die Vorteile: Die Behandlung mit gebündeltem Licht ist präziser, schonender für den Zahn und meistens sogar weniger schmerzhaft. Allerdings zahlen die Kassen diese Technik nicht (ab ca. 50 Euro pro Zahn).

Energydrinks gelten als besonders ungesund fürs Gebiss. Die Muntermacher-Drinks enthalten sehr viel Säure, zeigte eine Studie der Southern Illinois University in den USA. Die Forscher simulierten den täglichen Konsum solcher Getränke im Labortest. Nach fünf Tagen zeigen sich bereits sichtbare Schäden am Zahnschmelz. Wer auf solche Getränke nicht verzichten will, sollte sie zumindest schnell trinken, raten die Experten. Danach die Zähne mit Wasser spülen und etwa 20 Minuten später gründlich putzen.

Fones-Technik („Rotationstechnik“) heißt laut neuesten Studien der Universität Gießen die beste Putzmethode für die Handzahnbürste: Man zieht dabei kleine Kreise auf den Zähnen bis zum Zahnfleischrand – so ähnlich, wie es die elektrischen Modelle automatisch machen. „Von Rot nach Weiß“ zu putzen, wie es viele als Kinder gelernt haben, empfehlen Experten heute nicht mehr.

Geschmack spielt bei der Wahl der Zahnpasta keine Rolle. Egal, ob sie nach Zitrone, Minze oder gar seifig schmeckt – wichtig ist nur, dass sie Fluoride enthält. Tipp: Bei Zahncremes reicht eine erbsengroße Menge völlig aus. Mehr auf die Bürste zu tun bringt keinen Vorteil.

Hypnose kann helfen, Betäubungsmittel zu sparen. Wer sich für die Zahnbehandlung in Trance versetzen lässt, braucht im Schnitt nur ein Viertel der üblichen Dosis. Rund 3000 Zahnärzte in Deutschland bieten ihren Patienten Hypnose an (Adressen z. B. unter www.dgzh.de). Die Kosten (ca. 90 Euro pro Sitzung) übernehmen die Krankenkassen allerdings nicht.

Implantate sind keine kompletten Zähne, sondern nur künstliche Zahnwurzeln, auf die später der Zahnersatz befestigt wird. Bis so ein Sockel eingewachsen ist, dauert es sechs Wochen bis drei Monate. Japaner sind traditionell gut vor Parodontitis (Zahnfleischentzündung) geschützt.

Japanischer grüner Tee stärkt nämlich das Zahnfleisch, fanden Wissenschaftler der Universität Kyushu heraus. „Mit jeder Tasse Grüntee verbesserten sich die Werte unserer Parodontitis-Patienten“, so der Forschungsleiter, Professor Yoshihiro Shimazaki.

Kokosöl könnte bald Bestandteil von Zahnpasta sein. Irische Forscher des Athlone Institute haben entdeckt, dass es vor Karies schützt. „Die Kokosöle haben zudem einen entzündungshemmenden Effekt“, erklärt Studienleiter Dr. Damien Brady. „Es hilft also auch bei Zahnfleischproblemen.“

Lachgas wird jetzt von immer mehr Zahnärzten als Alternative zur Spritze angeboten (für ca. 100 Euro, die man zuzahlen muss). Die Vorteile des Gasgemischs: Es wirkt auch angstreduzierend. Und es ist nebenwirkungsfrei: Moderne Geräte haben eine Sperre eingebaut, die automatisch Überdosierung verhindert.

Mundduschen spülen nur lose anhängende Speisereste und mit der Bürste zuvor gelösten Zahnbelag weg. Sie erreicht allerdings auch schwer zugängliche Stellen, an die eine Zahnbürste nicht herankommt. Experten empfehlen sie deshalb als Plus zu Bürste und Zahnseide.

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