Schönheitsoperation

Größer geht auch ganz ohne Silikon

Spätestens seit dem Skandal um einen französischen Hersteller von Brustimplantaten sind viele misstrauisch geworden. Aber gibt es eine Alternative?

Frau mit nacktem Oberkörper Größer geht auch ganz ohne Silikon © STEEX / iStock

In den vergangenen Jahren gab es bei chirurgischen Eingriffen immer wieder Probleme mit der Qualität von Silikonimplantaten. Teilweise sogar so schwerwiegend, dass die betroffenen Frauen davon krank wurden und erneute Operationen benötigten. Seit dem suchen viele, die sich die Brüste vergrößern lassen möchten, nach einer Alternative zu den mit Kochsalz gefüllten Silikonimplantaten. Eigentlich ist der Ruf der Implantate dabei schlechter als ihre wirkliche Wirkung: Denn qualitativ hochwertige Silikonimplantate sind vollkommen bedenkenlos. Und doch gibt es eine tolle Alternative, die sich immer mehr bewährt. 

 

Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure

Als gute Alternative galt lange die Vergrößerung durch das Spritzen von Hyaluronsäure. Das dazu eingesetzte Mittel, einzigartig auf dem Markt, wurde allerdings vor einiger Zeit von dem Hersteller vom Markt genommen. Zu unklar seien die Langzeitfolgen und auch radiologisch gäbe es Bedenken bei dem Einsatz des Mittels Macrolane. Der Großteil der Frauen, die sich aber damit haben behandeln lassen, sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und konnten keine weiteren Probleme nach der Behandlung feststellen. Es kann nach deutlicher Prüfung des Mittels aber auch bald wieder zu einer Freigabe von Hyalronsäure für Brustvergrößerungen kommen.
 

Vergrößerung mit Eigenfett

Diese Methode ist momentan die einzige Alternative zu der Vergrößerung mit Silikonimplantaten und wird von Ärzten und Patienten favorisiert. Es funktioniert ähnlich wie die Brustverkleinerung und es ist keine Bruststraffung mehr nötig. Bei dieser Methode werden Fettzellen an einer anderen Körperstelle, an der sie nicht gebraucht werden (Bauch, Hüfte oder Po) entnommen und danach in die Brust und den Busen gespritzt. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe: ungeliebte Fettzellen werden im Körper einfach gewinnbringend umverteilt. Mindestens 60-70 Prozent der Fettzellen überstehen die Entnahmen und den Neueinsatz. Für die erfolgreiche Anwendung muss das Brustgewebe allerdings gut durchblutet sein, damit sich das neue Fett optimal einfügt.
 

Vorteile der Brustvergrößerung mit Eigenfett

  • Es ist keine Vollnarkose nötig und somit auch keine richtige Operation
  • Der Eingriff dauert nur drei bis vier Stunden, danach kann man nach Hause gehen
  • Es wird kein Fremdkörper in den Körper eingefügt
  • Es gibt keine Implantate die platzen können

Nachteile

  • Die Brust kann bis zu drei Monaten unförmig sein
  • Die Kosten liegen mit 5.000 bis 10.000 Euro pro Eingriff sehr hoch, besonders wenn die Fettzellen noch mit Stammzellen versetzt werden
  • Je Eingriff kann nur eine halbe Körbchengröße aufgespritzt werden
  • Die Brust ist einige Wochen geschwollen
 
Die Methode wird insgesamt aber als risikoarm beschrieben. Als guter Ratgeber in diesem Themenbereich eignet sich der Arzt oder Schönheitschirurg Ihres Vertrauens.
 
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