Fit & Gesund Bluthochdruck - Von Frauen oft unterschätzt

Mit den Wechseljahren steigt das Hypertonie- Risiko. Wer die Gefahr nicht erkennt oder ignoriert, setzt sein Leben aufs Spiel. Dabei gibt es effektive Therapien

Bluthochdruck - Von Frauen oft unterschätzt Bluthochdruck - Von Frauen oft unterschätzt © Alx-Fotolia

Kein Stechen, kein Ziehen, keine Schmerzen – lange spürt man nichts von einem erhöhten Blutdruck. Es geht den Betroffenen zu Beginn sogar erstaunlich gut. Oft wird der Befund deshalb nur zufällig bei einer Routineuntersuchung gestellt. Dafür, dass Bluthochdruck häufig einen so unscheinbaren Anfang hat, nimmt das Volksleiden einen beträchtlichen Platz im Gesundheitsetat der Bundesrepublik ein: Zehn Prozent der Arzneimittel-Ausgaben gehen jedes Jahr auf die Hochdruckbehandlung. Das macht rund drei Milliarden Euro.

WAS SIND DIE AUSLÖSER VON HYPERTONIE?

Nach einer Untersuchung des Robert- Koch-Instituts muss jeder Zweite in Deutschland damit rechnen, früher oder später unter zu hohem Druck zu stehen. Heute weiß man, dass rund zehn Prozent der Hypertonie-Fälle auf Nierenund Nebennierenleiden zurückgehen. „Bei den restlichen 90 Prozent spielen zwei Faktoren eine Rolle: genetische Veranlagung und Umwelteinflüsse“, erklärt Privatdozent Dr. Karl Wagner, Hochdruckspezialist an der Asklepios Klinik in Hamburg-Barmbek. Amerikanische Forscher haben zudem untersucht, wie hoch das Risiko ist, wenn die Eltern bereits daran leiden. Das Ergebnis: Die Gefahr von Bluthochdruck steigt um 50 bis 80 Prozent, wenn ein Elternteil betroffen ist. Haben beide Bluthochdruck, erhöht sich das Risiko sogar um 140 Prozent. 

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Autor:
Jan Bockholt