Alternative Heilmethoden im Check Blühend erholt: Phytotherapie

Schon unsere Vorfahren erkannten die Heilkraft von Pflanzen – und legten damit einen Grundstein für die moderne Medizin.

Blühend erholt: Phytotherapie Blühend erholt: Phytotherapie © Teamarbeit-Fotolia

Wer die Botanik erforscht, muss auch ein bisschen Völkerkundler sein. Denn dass Pflanzen Heilung bringen können, ist ein Wissen, das so alt ist wie die Menschheitsgeschichte. Die Hochkultur Ägyptens kannte es genauso wie die Ureinwohner Amerikas. In Europa waren es die Klöster, die dieses Volkswissen zum ersten Mal systematisch erfassten.

Die Pflanzentherapie ist das bindende Glied zwischen traditionellen Heilverfahren weltweit. Um dieses Wissen wiederzuentdecken und für die moderne Medizin nutzbar zu machen, forschen Wissenschaftler bis heute in Archiven, im Dschungel oder besuchen alte Heiler. Viele der schulmedizinischen Arzneimittel basieren auf pflanzlichen Substanzen. In Fertigarznei- Stärke vieler Kräuter. Ihre Heilkraft entsteht durch die chemische Wirkung ihrer Substanzen im Körper. Kamille und Arnika beispielsweise hemmen mit ihren ätherischen Ölen Entzündungen. Fenchel und Kümmel sind blähungstreibend und regulieren die Magen-Darm-Funktion. Dieses etablierte Wissen lassen sich auch Arzneimittelhersteller nicht entgehen.

Deshalb gibt es heute zwei Richtungen der Phytotherapie, die sich in ihrem Ansatz stark unterscheiden: die klassische Pflanzenheilkunde und die moderne rationale Phytotherapie. Während die klassische Pflanzenheilkunde auf den jahrtausendealten Erfahrungen aufbaut, arbeitet die rationale Phytotherapie nach streng wissenschaftlichen Kriterien. Ihr Ziel ist die Verwendung von pflanzlichen Substanzen, die auch vor dem Arzneimittelgesetz bestehen können. Ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit muss dazu in klinischen Studien klar belegt sein.

Wann kann sie helfen?

„Besonders hilfreich ist die Phytotherapie bei leichten Alltagsbeschwerden wie Durchfall, Magen-Darm-Problemen, Erkältungen und Verspannungen“, erklärt die Heilpraktikerin Iris Hardewig. Mit großem Erfolg werden pflanzliche Mittel auch als begleitende Therapie bei chronischen Erkrankungen wie etwa Rheuma oder Diabetes eingesetzt, um die Dosis synthetischer Präparate und dadurch entstehende Nebenwirkungen zu minimieren. Außerdem eignet sich die Phytotherapie hervorragend als Kur-Anwendung, zum Beispiel um Leber, Nieren, Atemwege und den Kreislauf zu unterstützen und das Immunsystem zu stärken. Dadurch lässt sich vielen Erkrankungen vorbeugen. en, Tinkturen und Teezubereitungen sind sie aus der ärztlichen Therapie und der Selbstbehandlung nicht mehr wegzudenken.

Die Pflanzentherapie ist das bindende Glied zwischen traditionellen Heilverfahren weltweit. Um dieses Wissen wiederzuentdecken und für die moderne Medizin nutzbar zu machen, forschen Wissenschaftler bis heute in Archiven, im Dschungel oder besuchen alte Heiler. Viele der schulmedizinischen Arzneimittel basieren auf pflanzlichen Substanzen. In Fertigarzneien, Tinkturen und Teezubereitungen sind sie aus der ärztlichen Therapie und der Selbstbehandlung nicht mehr wegzudenken.

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