Gesundheit

Leben auf freiem Fuß: Barfuß gehen ist gesund

Lassen Sie ab und zu mal die Schuhe aus. Barfuß gehen ist gesund!

Frau läuft barfuß durch eine Wiese - So gesund ist Barfuß gehen Leben auf freiem Fuß: Barfuß gehen ist gesund © Thinkstock

Der Sommer rückt näher, die Sonne wärmt unsere Füße und wir können im Freibad, am Strand und zu Hause wieder barfuß das Gras unter unseren Fußsohlen wachsen spüren. Viele Menschen entscheiden sich sogar bewusst, einen Teil ihres Lebens ohne Schuhe zurück zu legen. Und das ist gar nicht so komisch, sondern unbedingt nötig und gesund. 

Barfuß gehen setzt Wärme frei

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Lebensreformer Sebastian Kneipp hat das Barfuß gehen als unbedingt erforderlich für eine vollständige Gesundheitsvorsorge beschrieben. 
Beim Barfußgehen kühlen Körper und Füße entgegen der häufigen Annahme nicht etwa aus, sondern erzeugen durch die verstärkte Muskelaktivität und Durchblutung mehr Wärme im Körper. Das Gehen ohne Schuhe hat einen Massageeffekt, der Temperaturreize freisetzt und dadurch zusätzlich auch noch den Kreislauf stärkt, sowie die Muskeln trainiert. Barfußgehen auf nassen Böden, in kalten Gewässern oder auf Schnee wird häufig als Mittel gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt und empfohlen. Doch nicht nur Sebastian Kneipp hat das Gehen ohne Schuhe gefördert. Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopäden empfehlen es für eine gesunde Lebensweise und als Vorbeugung für unangenehme Sehnen-, Muskel- und Rückenprobleme. 
 

Barfußgehen für Kinder

Besonders für Kinder ist das Barfußgehen besonders wichtig. Sie fördert die Bildung der gesunden Fußwölbung und verringert das Risiko an Senk-, Spreiß- oder Plattfüßen zu erkranken. Außerdem wird insbesondere bei Kindern und bei älteren Menschen die gesamte Körperkoordination durch Barfuß gehen und Fußgymnastik verbessert, um beispielsweise Stürzen vorzubeugen. 
 

Von den Füßen hängt es ab

Beim Gehen bilden Füße und Wirbelsäule eine funktionale Einheit. Regelmäßiges Gehen ohne Schuhe trainiert die Fußmuskeln und wirkt als Stoßdämpfer. Das wiederum wirkt positiv auf die Bandscheibe. Barfuß gehen kann deshalb auch Wirbelblockaden lösen. Eingezwängte Zehen in Schuhen können das nicht, andersherum machen sich Wirbelprobleme in den Fußsehnen bemerkbar.  Eine gute Alternative sind Barfußschuhe. Sie schränken die Bewegungsfreiheit der Füße kaum ein. Durch Barfußgehen werden außerdem die Reflexzonen aktiviert und die zusätzlich die Wadenmuskulatur gestärkt. Deshalb wird es auch zur Behandlung von Venenproblemen, beispielsweise bei Krampfadern erfolgreich eingesetzt. 
 

Barfußlaufen für Jogger

Die Bewegung auf nackten Fußsohlen wird unbedingt als Trainingsergänzung von Läufern empfohlen. So wird eine gelenkschonende Gangart entwickelt. Viele Laufschuhe sind kaum oder schlecht gedämpft, unterstützen so die Muskeln nur wenig und fördern Gelenkschäden an Hüfte, Knie und Rücken. Läufer mit festem Schuhwerk verletzten sich dreimal häufiger als Sportler mit Minimalschuhen. 
 

Vorsicht: Nicht zu viel!

Aber: Auch zu viel Barfußlaufen kann schädlich sein. Durch Bewegung auf harten Böden können die Muskeln überlastet und Schmerzen ausgelöst werden. Auch Hygiene und Verletzungen beim Gehen ohne Schuhe sollten immer mit Vorsicht behandelt werden.
 
Finden Sie eine gesunde Balance zwischen dem Gehen mit und ohne Schuhe und denken Sie häufiger mal über fußfreundliches Schuhwerk nach. So vermeiden Sie Schäden an Rücken, Knien und Füßen.
 
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