Körper gegen Körper Autoimmunkrankheiten

Autoimmunerkrankungen beginnen schleichend und verlaufen in Schüben. Oft merken Ärzte erst sehr spät, dass der Körper einen Kampf gegen sich selbst führt. Dabei können frühzeitige Therapien helfen.

Autoimmunkrankheiten Autoimmunkrankheiten © pixhunter.com - Fotolia

Geschwollene Gelenke, steife Glieder am Morgen, man fühlt sich schlapper als sonst. Nach ein paar Tagen ist der Spuk wieder vorbei. Autoimmunerkrankungen beginnen schleichend und verlaufen in Schüben. Sie flammen auf und flauen wieder ab. Wer damit zum Arzt geht, erntet oft Schulterzucken. Bis irgendwann ein Schub kommt, der so heftig ist, dass es keinen Zweifel mehr gibt: Hier sind die zerstörerischen Kräfte des Immunsystems am Werk.
Vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Autoimmunerkrankung. Rund 80 derartige Beschwerden sind bekannt, weitere stehen im Verdacht, zumindest autoimmune Mitverursacher zu haben. Manche Immunkrankheiten sind störend, andere bedrohlich. Welchen Verlauf das Leiden im Einzelfall nimmt, ist schwer vorherzusagen. Bei allen Unterschieden gibt es eine Gemeinsamkeit: Anstelle von Bakterien, Viren oder Pilzen stuft die Abwehr Teile des eigenen Organismus als fremd ein und geht gegen sie vor. Der Körper bekämpft sich selbst.

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Autor:
Uta König